Die Wachenburg steht fast auf der Kuppe des Wachenbergs hoch über Weinheim. Zusammen mit der mittelalterlichen Burgruine Windeck gibt sie Weinheim den Beinamen Zweiburgenstadt, ist selbst aber die jüngste Burg an der Bergstraße: Sie entstand zwischen 1907 und 1928 als Gedenk- und Begegnungsstätte des Weinheimer Senioren-Convents und seiner studentischen Corps.
Für einen Besuch zählen vor allem der Burghof mit weitem Blick über Weinheim und das Rheintal, die Burgschänke und der Weg hinauf, den du zu Fuß oder mit dem Auto zurücklegen kannst. Die Innenräume sind dagegen nicht frei zugänglich, denn die Burg ist Privatbesitz.
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wollten die Weinheimer Corpsstudenten ihren gefallenen Mitgliedern eine eigene Gedenkstätte errichten. 1904 fiel die Wahl auf ein Gelände auf dem Wachenberg, das damals zur Gemeinde Leutershausen gehörte, dem heutigen Hirschberg. Nach einem Architektenwettbewerb wurden die Pläne von Arthur Wienkoop umgesetzt.
1907 wurde der Grundstein gelegt, schon 1908 war der Bergfried mit dem Ehrenmal fertig. Zu Pfingsten 1913, zur 50-Jahr-Feier des Weinheimer Senioren-Convents, wurde die Burg mit dem Palas eingeweiht. Mit Mauern, Toren und Turm wirkt sie wie eine gewachsene Höhenburg, ist aber ein bewusst gestalteter Erinnerungs- und Versammlungsort.
Bis heute ist die Wachenburg Treffpunkt des Verbands. Jedes Jahr in der Himmelfahrtswoche kommen rund 2.000 junge Corpsstudenten und Alte Herren zu ihrer Tagung nach Weinheim und auf die Burg. Wer die Burg ruhig erleben möchte, wählt einen anderen Termin.
Durch ein äußeres Tor, das nur tagsüber geöffnet ist, und das offene Wappentor gelangst du in den großen Burghof. Bei gutem Wetter kannst du hier sitzen, im Laufe des Jahres finden im Hof auch Veranstaltungen statt. Von der Balustrade blickst du auf den Ehrenhof, unter dem das Ehrenmal für die gefallenen Corpsstudenten liegt, und weiter über Weinheim und die Burgruine Windeck bis ins Rheintal und zum Pfälzer Wald.
Links im Burghof steht der Palas mit Versammlungsräumen für 15 bis 500 Personen auf drei Etagen. Sie sind mit Traditionsgegenständen der Verbände ausgestattet und werden für Veranstaltungen und Feiern genutzt, frei besichtigen kannst du sie nicht. Rechts vom Wappentor liegt die Burgschänke, daneben erhebt sich der Bergfried.
Die Burgschänke betreibt Kaiser & Flick Gastronomie. Stand September 2026 ist sie donnerstags und freitags ab 16 Uhr, samstags ab 11 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, montags bis mittwochs bleibt sie geschlossen. Die Küche öffnet unter der Woche um 18 Uhr und am Wochenende um 12 Uhr. Bei Veranstaltungen gelten Sonderöffnungszeiten, prüfe sie vor dem Besuch. Tische kannst du online reservieren, auch auf der Terrasse.
Über die Tourist Information Weinheim lässt sich eine Wachenburgführung buchen. Sie dauert etwa eine Stunde, beginnt im Burghof und kostet für Gruppen bis zehn Personen pauschal 60 Euro, jede weitere Person zahlt 6 Euro. Wichtig für die Erwartung: Auch bei der Führung werden keine Innenräume besichtigt, weil die Burg Privatbesitz ist. Die Führung bleibt also im Außenbereich der Anlage. Die Tourist Information im Alten Rathaus am Marktplatz ist mittwochs bis samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet.
Mit dem Auto fährst du über die Straße „Am Schlossberg“, die an einem Kreisel an der Grundelbachstraße beginnt. Hinweisschilder führen bis zum Parkplatz unterhalb der Burg, das letzte Stück zum äußeren Tor gehst du zu Fuß.
Zu Fuß führen Hinweisschilder und Wanderwegmarkierungen aus der Stadt hinauf. Zu Fuß führt ein Wanderweg aus Weinheim hinauf, alternativ erreichst du die Burg über die Fahrstraße. Ohne Auto kommst du mit der Bahn zum Weinheimer Hauptbahnhof, aus Mannheim und Heidelberg auch mit der RNV-Linie 5. Vom Bahnhof sind es etwa zehn Minuten zu Fuß in die Innenstadt, wo der Aufstieg beginnt.
Die Burgruine Windeck liegt auf 222 Metern Höhe und damit deutlich tiefer am Hang. Sie ist die zweitälteste Burg an der Bergstraße und bietet sich als Zwischenstopp beim Aufstieg an. Beachte, dass Biergarten und Burganlage der Windeck normalerweise montags und dienstags geschlossen sind. Unten in der Stadt runden Altstadt, Schlosspark und Exotenwald den Ausflug ab.
Stand:
Den Burghof erreichst du tagsüber durch das äußere Tor, dort hast du auch den weiten Blick über Weinheim und das Rheintal. Die Innenräume sind nicht frei zugänglich, weil die Burg Privatbesitz ist; sie werden für Veranstaltungen und Feiern genutzt.
Nein. Die Führung über die Tourist Information Weinheim dauert etwa eine Stunde und beginnt im Burghof, eine Besichtigung der Räume ist aber auch dabei nicht möglich. Sie kostet für bis zu zehn Personen pauschal 60 Euro, jede weitere Person 6 Euro.
Auf dem Parkplatz unterhalb der Burg. Du erreichst ihn über die Straße „Am Schlossberg“, die an einem Kreisel an der Grundelbachstraße beginnt; Hinweisschilder führen hinauf.
Stand September 2026 donnerstags und freitags ab 16 Uhr, samstags ab 11 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr, montags bis mittwochs ist geschlossen. Bei Veranstaltungen gelten Sonderzeiten, die der Betreiber auf seiner Website nennt.
Aus Weinheim führt ein Wanderweg hinauf zur Burg. Wer weniger laufen möchte, fährt über die Straße Am Schlossberg bis zum Parkplatz unterhalb der Burg.
Kategorie
Wandern
Auf der Wachenburg, 69469 Weinheim
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