Schloss Fürstenau ist ein Wasserschloss an der Mümling im Michelstädter Stadtteil Steinbach. Die Anlage gehört bis heute den Grafen zu Erbach-Fürstenau und wird teilweise bewohnt, eine Innenbesichtigung gibt es deshalb nicht. Den Schlosshof kannst du laut Stadt Michelstadt täglich von 10 bis 16 Uhr besichtigen, Eintritt wird nicht verlangt.
Im Hof steht der mächtige Schwibbogen von 1588. Mit 15,60 Metern Spannweite trat er an die Stelle einer älteren Schildmauer und gilt als der meistbewunderte Teil der Anlage. Rundherum reihen sich Bauten aus fast allen Jahrhunderten seit der Gründung, vom Südwest-Turm der ersten Wasserburg bis zum klassizistischen Neuen Palais.
Frei begehbar sind nach Angaben des Tourismusverbands Bergstraße-Odenwald der Schlosshof und der Schlossgarten. Weil die Familie hier wohnt, kann der Zugang je nach privater Nutzung eingeschränkt sein. Bleib auf den Wegen, beachte Hinweisschilder und respektiere die Wohnbereiche.
Der große Landschaftspark ist dagegen normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Er geht auf den gräflichen Lustgarten zurück, der im 17. Jahrhundert als Ziergarten nach holländischem Muster angelegt und von 1811 bis 1826 zum englischen Landschaftspark umgestaltet wurde. Sein größter Teil liegt östlich der Mümling hinter einer Mauer mit einem Parktor von 1798, heute steht er unter Naturschutz. Hinein kommst du nur bei gelegentlichen Führungen, etwa den naturkundlichen Rundgängen, die der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald in seinem Veranstaltungskalender ankündigt.
Von außen sehenswert ist auch die ehemalige Schlossmühle an der Mümling. Sie liegt außerhalb des Schlossbezirks, stammt aus dem späten 16. Jahrhundert und wurde 1710 und 1733 verändert.
Die Anlage entstand wohl um 1300 als Mainzer Schutzburg und wird 1310 erstmals erwähnt. Die Schenken von Erbach erwarben sie 1355, endgültig 1454, und bauten sie in den folgenden Jahrhunderten zum Residenzschloss aus. Ihr heutiges Gesicht verdankt sie vor allem Graf Georg III. (1569 bis 1605), unter dem Schwibbogen, Wendeltreppe, Hauptportal, Marstall und Schlossmühle entstanden. Der Rote Turm wurde 1531 begonnen und 1588 vollendet.
Seit 1717 wohnt die gräfliche Familie Erbach-Fürstenau im Schloss. Im 18. und 19. Jahrhundert kamen der Gartenpavillon (1754 bis 1756, ab 1767 Hoftheater), der Tor- und Remisenbau (1764 bis 1766), das Neue Palais (1808 bis 1814) und die Orangerie im Lustgarten (1834 bis 1838) hinzu. Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen führt Schloss, Mühle, Gartenpavillon, Orangerie und Lustgarten gemeinsam als Kulturdenkmal.
Die Einhardsbasilika liegt wenige Gehminuten entfernt im selben Ortsteil und lässt sich gut mit dem Schlosshof verbinden. Sie wird von den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen betreut und hat eigene Öffnungszeiten. Wer wandern möchte, kann am Schloss auf den Kulturhistorischen Wanderweg des Geo-Naturparks starten.
Das Schloss liegt am Schlossplatz in Michelstadt-Steinbach. Zum Parken nutzt du den Graf-Raimund-Platz in der Nähe der Einhardsbasilika, von dort gehst du wenige Minuten zum Schloss. Ausgewiesene Behindertenparkplätze gibt es dort nicht; direkt an der Basilika kannst du nur kurz zum Aussteigen halten.
Einen eigenen Bahnhalt hat Steinbach nicht. Nächster Bahnhof der Odenwaldbahn ist Michelstadt, von dort sind es knapp ein Kilometer oder etwa 12 bis 15 Minuten zu Fuß. Montags bis samstags verbindet der Citybus der Linien 3 und 4 den Bahnhof Michelstadt mit der Haltestelle Steinbach Einhardsbasilika. Sonntags und an Feiertagen fahren diese beiden Linien nicht, dann gehst du am besten vom Bahnhof zu Fuß. Bei Bauarbeiten auf der Odenwaldbahn fahren Ersatzbusse, prüfe deine Verbindung deshalb vorher bei VIAS oder im RMV.
Stand:
Von außen ja. Den Schlosshof mit dem großen Schwibbogen kannst du laut Stadt Michelstadt täglich von 10 bis 16 Uhr betreten, ohne Eintritt. Die Innenräume sind privat, weil die gräfliche Familie im Schloss wohnt. Je nach privater Nutzung kann auch der Hofzugang eingeschränkt sein.
Das Schloss gehört den Grafen zu Erbach-Fürstenau. Die Familie wohnt seit 1717 in der Anlage, die teilweise bewohnt wird. Es ist also kein staatliches Museumsschloss wie Schloss Erbach.
Normalerweise nicht. Der englische Landschaftspark östlich der Mümling liegt hinter einer Mauer und steht unter Naturschutz. Betreten kannst du ihn nur bei gelegentlichen Führungen, zum Beispiel naturkundlichen Rundgängen im Veranstaltungskalender des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. Frei begehbar sind Schlosshof und Schlossgarten.
Nein. Nächster Halt ist der Bahnhof Michelstadt, von dort sind es knapp ein Kilometer zu Fuß. Montags bis samstags fährt der Citybus der Linien 3 und 4 bis zur Haltestelle Steinbach Einhardsbasilika, an Sonn- und Feiertagen verkehren diese Linien nicht.
Am Graf-Raimund-Platz in der Nähe der Einhardsbasilika, von dort sind es wenige Minuten zu Fuß zum Schlosshof. Ausgewiesene Behindertenparkplätze gibt es dort nicht, an der Basilika kannst du aber kurz zum Aussteigen halten.
Nur wenige Gehminuten, beide liegen im Michelstädter Stadtteil Steinbach. Die Basilika wird von den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen betreut und hat eigene Öffnungszeiten, der Schlosshof ist täglich von 10 bis 16 Uhr zugänglich.
Kategorie
Kultur
Schlossplatz 1-2, 64720 Michelstadt
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