Das Haintalviadukt trägt die Odenwaldbahn bei Kailbach in der Stadt Oberzent über das Haintal, ein Seitental der Itter. Die Eisenbahnbrücke ist 173 Meter lang, bis zu 32,5 Meter hoch und ruht auf neun Bögen aus Buntsandstein. Sie steht auf dem Abschnitt zwischen Kailbach und Eberbach, wenige Meter vor der Landesgrenze zu Baden-Württemberg und gegenüber dem Eberbacher Stadtteil Friedrichsdorf. Das Viadukt ist ein Kulturdenkmal. Du siehst es von Straßen und Wegen im Tal aus, Brücke und Gleise selbst sind nicht zugänglich.
Die Stadt Oberzent beschreibt das Haintalviadukt als verkleinerte Kopie des Himbächel-Viadukts an derselben Strecke. Laut Denkmalverzeichnis des Landes Hessen besteht es aus Bruchsteinmauerwerk, das mit Sandsteinquadern verblendet ist; die Länge gibt das Verzeichnis mit 172 Metern an. Es ist die größte von drei Eisenbahnbrücken der Odenwaldbahn an der Landesgrenze im südöstlichen Odenwald. Die beiden kleineren überspannen das Kurze Tal und den Rindengrund.
Gebaut wurde das Viadukt um 1880 und 1881 beim Bau der Odenwaldbahn, 1882 ging der Abschnitt von Kailbach nach Eberbach in Betrieb. Vermutlich waren dieselben Erbauer beteiligt wie beim Himbächel-Viadukt: die Baufirma Carl Weißhuhn und der Ingenieur Justus Kramer. Weil die Bahn im Odenwald nicht in der Talsohle, sondern an den Hängen verläuft, mussten Seitentäler wie das Haintal mit Viadukten überbrückt werden.
Das Land Hessen führt das Bauwerk als Kulturdenkmal aus geschichtlichen Gründen. Nach dem Himbächel-Viadukt zählt es zu den größten Ingenieurleistungen beim Bau der Odenwaldbahn. Die Strecke ist bis heute in Betrieb, die Züge zwischen Erbach und Eberbach fahren über die Bögen.
Das Viadukt ist ein aktives Bahnbauwerk. Gleise und Brücke sind tabu, betrachte die Bögen von den Straßen und Wegen im Tal aus. Die Straße Haintal führt in das Tal, das die Brücke überspannt; halte dort Zufahrten und Einfahrten frei.
Bäume verdecken das Bauwerk im Sommer teilweise. Die besten Fotos gelingen im Winter und im Frühjahr, wenn das Laub fehlt. Für Aufnahmen mit Zug lohnt ein Blick in den Fahrplan der Odenwaldbahn.
Eine Runde von rund 8,5 Kilometern beginnt am Haltepunkt Kailbach. Sie führt über den Hohbergweg unter der Bahn hindurch zum Lochbrunnen, hinauf auf den Hohberg und am Kandelbrunnen vorbei ins Haintal. Dort gehst du am Waldrand entlang nach Süden zum Viadukt und mit der Itter zurück nach Kailbach. Die Gehzeit liegt bei gut zwei Stunden, der Anspruch ist mittel.
Weiter nördlich steht an derselben Strecke bei Hetzbach das bekanntere Himbächel-Viadukt. Es ist mit 250 Metern Länge, rund 40 Metern Höhe und zehn Bögen deutlich größer. Wer sich für die Bauwerke der Odenwaldbahn interessiert, kann beide Viadukte an einem Tag besuchen.
Mit der Odenwaldbahn fährst du bis zum Haltepunkt Kailbach, der im Fahrplan als Hesseneck Kailbach geführt wird. Von dort gehst du durch den Ort Richtung Friedrichsdorf zum Viadukt oder wählst die Runde über den Hohberg.
Montags bis freitags hält die Buslinie 56 zwischen Schöllenbach und Eberbach an der Haltestelle Friedrichsdorf Oberdorf, nur wenige Gehminuten vom Viadukt entfernt.
Mit dem Auto erreichst du Kailbach durch das Ittertal, von Eberbach über Friedrichsdorf oder von Norden über Schöllenbach. Die Stadt weist keinen eigenen Parkplatz für das Viadukt aus. Parke im Ort auf öffentlichen Flächen und geh das letzte Stück zu Fuß.
Stand:
Das Haintalviadukt liegt bei Kailbach in der Stadt Oberzent im südlichen Odenwaldkreis, wenige Meter vor der Landesgrenze zu Baden-Württemberg und gegenüber dem Eberbacher Stadtteil Friedrichsdorf. Es trägt die Odenwaldbahn auf dem Abschnitt zwischen Kailbach und Eberbach über das Haintal, ein Seitental der Itter.
Die Brücke ist laut Stadt Oberzent 173 Meter lang und bis zu 32,5 Meter hoch, das Denkmalverzeichnis nennt 172 Meter. Sie ruht auf neun Bögen aus Buntsandstein.
Ja. Eine Runde von rund 8,5 Kilometern beginnt am Haltepunkt Kailbach, führt über den Hohberg ins Haintal und am Viadukt vorbei zurück an der Itter. Du brauchst gut zwei Stunden. Die Brücke selbst und die Gleise sind nicht zugänglich.
Beide sind Sandsteinbrücken der Odenwaldbahn in Oberzent. Das Haintalviadukt bei Kailbach ist 173 Meter lang und hat neun Bögen. Das Himbächel-Viadukt bei Hetzbach ist mit 250 Metern Länge, rund 40 Metern Höhe und zehn Bögen größer und bekannter.
Ja. Das Land Hessen führt das Viadukt als Kulturdenkmal aus geschichtlichen Gründen. Nach dem Himbächel-Viadukt zählt es zu den größten Ingenieurleistungen beim Bau der Odenwaldbahn.
Mit der Odenwaldbahn fährst du bis zum Haltepunkt Kailbach, im Fahrplan als Hesseneck Kailbach geführt, und gehst von dort zu Fuß. Montags bis freitags hält außerdem die Buslinie 56 an der Haltestelle Friedrichsdorf Oberdorf, nur wenige Gehminuten vom Viadukt entfernt.
Kategorie
Kultur
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