.jpeg%3Falt%3Dmedia%26token%3D3cf6d644-eedb-4307-b914-ea3096630704%26v%3D1790604350115&w=3840&q=75)
Der Katzenbuckel bei Waldbrunn ist mit 626 Metern der höchste Berg des Odenwalds und ein erloschener Vulkan. Auf der Kuppe steht ein 18 Meter hoher Aussichtsturm aus Buntsandstein von 1820, am Fuß liegt ein ehemaliger Steinbruchsee, und der Lehrpfad „Weg der Kristalle“ verbindet beides auf einer kurzen Runde. Reine Gehzeit ist eine knappe Stunde, mit Lesen an den Stationen und Turmbesuch planst du besser zwei bis drei Stunden ein.
Der Turm auf dem Gipfel ist frei zugänglich. Von oben reicht der Rundblick ins Ittertal und ins Neckartal, über Bauland und Kraichgau und bei klarer Sicht hinüber zu Taunus und Spessart. Direkt unter dir liegen die Hochflächen des Hinteren Odenwalds rund um Waldbrunn.
In der späten Kreidezeit, vor mehr als 60 Millionen Jahren, war der Katzenbuckel ein aktiver Vulkan. Aufsteigende Gesteinsschmelze traf auf Grundwasser, eine Explosion ließ zunächst ein Maar entstehen. Über dem heutigen Gipfel lagen damals noch mehrere hundert Meter Gestein. Die Abtragung hat die harte Schlotfüllung freigelegt, die heute als Kuppe aus der Buntsandsteinlandschaft ragt. 2013 wurde der Katzenbuckel als Geotop des Jahres ausgezeichnet.
Das dunkle, basaltähnliche Gestein wurde lange in Steinbrüchen abgebaut und zu Straßenschotter verarbeitet. Als der Gaffsteinbruch dem Gipfel zu nahe kam, wurde das Basaltwerk 1934 aufgefordert, nur noch am südöstlichen Hang, am Michelsberg, Gestein zu brechen. 1974 endete der Abbau endgültig. Seitdem haben sich die alten Brüche zu wertvollen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere entwickelt.
Der geologisch-mineralogische Lehrpfad startet am Parkplatz in Waldkatzenbach und führt am Katzenbuckelsee und am Gaffsteinblick vorbei hinauf zum Turm. Er wurde 2001 eröffnet und später neu gestaltet: 13 Stationen erklären mit Abbildungen und Kurztexten, wie Gesteinsschmelzen entstehen, was Minerale und Kristalle sind und warum der Berg fast seinen Gipfel verloren hätte. Über QR-Codes rufst du an den Stationen ausführlichere Texte ab.
Die Runde ist leicht und je nach Wegführung etwa 1,5 bis 2,2 Kilometer lang, mit rund 95 Höhenmetern. Beim Aufstieg zum Turm kommst du an Felsen und Blöcken aus Vulkangestein vorbei, festes Schuhwerk ist deshalb sinnvoll. Wer tiefer einsteigen will, besucht die Ausstellung „Geo-Expo“ im Rathaus im Ortsteil Strümpfelbrunn.
Der Steinbruchsee liegt direkt hinter dem Parkplatz, hier beginnt auch die Runde. Die Felswände am See sind ein offenes Fenster in die Erdgeschichte des Vulkans. Zum Baden ist der See nicht geeignet.
Über den Katzenbuckel führt der Katzensteig, ein anspruchsvoller Streckenwanderweg von Eberbach nach Neckargerach. Auf 26,5 Kilometern mit rund 950 Höhenmetern geht es über die Hochfläche des Winterhauchs, durch stille Wälder und den Höllgrund. Für die ganze Strecke brauchst du etwa sieben Stunden.
Im Winter gibt es am Katzenbuckel einen breiten, etwa 750 Meter langen Rodelhang. Liegt genug Schnee, präpariert die Gemeinde ihn mit einer Pistenraupe.
Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz am Katzenbuckelsee, Katzenbuckelstraße 28 in Waldbrunn-Waldkatzenbach. Der Parkplatz ist als behindertengerecht ausgewiesen. Aus Richtung Heidelberg fährst du über die B37 nach Eberbach und weiter Richtung Waldbrunn.
Ohne Auto nimmst du die S-Bahn bis Eberbach und steigst dort in die Buslinie 821 nach Waldkatzenbach um. Von den Haltestellen im Ort geht es zu Fuß bergauf zum Parkplatz am See. Prüfe die Fahrzeiten vorab in der VRN-Fahrplanauskunft, besonders am Wochenende. Auskünfte gibt die Tourist-Information in der Katzenbuckel-Therme, Telefon 06274 928590.
Stand:
Der Katzenbuckel ist 626 Meter hoch und damit der höchste Berg des Odenwalds. Er ist der Rest eines Vulkanschlots aus der späten Kreidezeit.
Ja. Der 18 Meter hohe Aussichtsturm aus Buntsandstein von 1820 ist frei zugänglich und bietet einen Rundblick bis zu Neckartal, Kraichgau, Taunus und Spessart.
Am Wanderparkplatz am Katzenbuckelsee, Katzenbuckelstraße 28 in Waldbrunn-Waldkatzenbach. Dort beginnt auch der Weg der Kristalle hinauf zum Turm.
Je nach Wegführung etwa 1,5 bis 2,2 Kilometer mit rund 95 Höhenmetern. Die reine Gehzeit liegt bei einer knappen Stunde, mit den 13 Lehrpfadstationen und dem Turm solltest du zwei bis drei Stunden einplanen.
Nein. Der ehemalige Steinbruchsee am Parkplatz ist kein Badesee.
Mit der S-Bahn nach Eberbach und von dort mit der Buslinie 821 nach Waldkatzenbach. Von den Haltestellen im Ort gehst du zu Fuß bergauf zum Parkplatz am Katzenbuckelsee.
Kategorie
Natur
Katzenbuckelstraße 28, 69429 Waldbrunn
Die Karte wird von OpenStreetMap geladen. Dabei wird unter anderem deine IP-Adresse übertragen.
49.4674°N, 9.0436°E
Gut zu wissen
Prüfe vor dem Start aktuelle Öffnungszeiten, Wetter und Anfahrt. Wege, Parkplätze und Zugänge können je nach Saison unterschiedlich gut erreichbar sein.
Die nächsten Termine im Umkreis, Entfernung in Luftlinie ab Ortsmitte.