Die Minneburg steht auf einem bewaldeten Bergsporn über dem Neckar, gegenüber von Neckargerach. Sie gilt als Wahrzeichen von Neckargerach, obwohl sie auf der anderen Flussseite liegt und zur Gemeinde Neunkirchen gehört. Die Hauptburg ist seit 2019 bis auf Weiteres gesperrt, einen Termin für die Wiedereröffnung gibt es nicht. Plane die Minneburg deshalb als Blickpunkt einer Wanderung und nicht als begehbare Burg.
Im April 2019 sperrte das Amt Vermögen und Bau Heilbronn des Landes Baden-Württemberg die Minneburg und die nahe Burg Stolzeneck mit sofortiger Wirkung. An beiden Anlagen hatten sich Risse gebildet, Steine waren herabgefallen und Mauerwerk eingestürzt. Nach Sicherungsarbeiten wurde bei der Minneburg im Mai 2019 die Vorburg wieder freigegeben, die Hauptburg mit dem Palas blieb nach dem Teileinsturz einer Mauer gesperrt.
Die Gemeinde Neunkirchen bittet, die abgesperrten Bereiche nicht zu betreten, weil dort weiterhin Lebensgefahr durch herabfallende Steine besteht. Rechne damit, dass du die Hauptburg nur von außen siehst. Anfragen zu den Burgen beantwortet ForstBW, Forstbezirk Odenwald in Schwarzach.
Markant ist der dreigeschossige Palas mit seiner Südostfassade, der aus den Bäumen über dem Tal ragt. Der untere Teil des Bergfrieds stammt noch aus der Stauferzeit. Von der Anlage geht der Blick ins Neckartal und in den südlichen Odenwald.
Urkundlich erwähnt wird die Minneburg 1338, damals im Besitz der Rüdt von Collenberg. Anfang des 16. Jahrhunderts kam sie als Erblehen an den Heidelberger Vogt Wilhelm von Habern, der sie zu einer Festung ausbauen ließ. Auf diesen Ausbau geht die heutige Gestalt der Ruine vor allem zurück. 1622 belagerten bayerische Truppen im Dreißigjährigen Krieg die Burg und beschossen sie mit Kanonen, danach wurde sie aufgegeben.
Die Minneburg ist nur zu Fuß erreichbar. Parkplätze gibt es in Guttenbach, Neckarkatzenbach und Neunkirchen. Am kürzesten ist der Weg von Guttenbach über einen schmalen Pfad mit rund 130 Höhenmetern.
Ohne Auto fährst du mit der S-Bahn S1 oder S2 bis Neckargerach. Der Rundweg G1 führt über die Neckarbrücke und am Bootshaus vorbei zum Parkplatz Minneburg und von dort über einen steilen Pfad hinauf, insgesamt rund drei Kilometer. Der Neckarsteig führt auf der Etappe von Neunkirchen nach Neckargerach an der Minneburg vorbei, auf der Etappe davor an Burg Stolzeneck.
Die nahe Burg Stolzeneck bei Eberbach ist ebenfalls gesperrt. Offen sind neckaraufwärts Burg Hornberg in Neckarzimmern mit Museum und Bergfried und Burg Guttenberg mit der Deutschen Greifenwarte. Schloss Zwingenberg zwischen Eberbach und Neckargerach kannst du nur mit Führung von innen sehen.
Stand:
Nur eingeschränkt. Die Hauptburg mit dem Palas ist seit 2019 wegen Rissen, herabgefallener Steine und eines Mauereinsturzes gesperrt. Die Vorburg wurde nach Sicherungsarbeiten im Mai 2019 wieder freigegeben. Beachte die Absperrungen vor Ort und rechne damit, dass du die Ruine vor allem von außen siehst.
Einen Termin gibt es nicht. Die Hauptburg ist bis auf Weiteres gesperrt, die Vorburg ist seit Mai 2019 wieder zugänglich. Anfragen zu den Burgen beantwortet ForstBW, Forstbezirk Odenwald in Schwarzach.
Nur zu Fuß. Der kürzeste Weg führt von Guttenbach über einen schmalen Pfad mit rund 130 Höhenmetern hinauf. Ohne Auto fährst du mit der S-Bahn bis Neckargerach und gehst auf dem Rundweg G1 über die Neckarbrücke zur Burg, rund drei Kilometer. Auch der Neckarsteig zwischen Neunkirchen und Neckargerach führt vorbei.
Neckaraufwärts sind Burg Hornberg in Neckarzimmern mit Museum und Bergfried und Burg Guttenberg mit der Deutschen Greifenwarte geöffnet. Schloss Zwingenberg kannst du mit Führung besichtigen. Burg Stolzeneck bei Eberbach ist wie die Minneburg gesperrt.
Kategorie
Wandern
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