Zwischen Heidelberg und Bad Wimpfen folgen die Burgen am Neckar dicht aufeinander: Schloss Heidelberg, die vier Burgen von Neckarsteinach, Hirschhorn, Hornberg und Guttenberg mit ihrer Greifenwarte. An der Bergstraße blickst du von Frankenstein, Auerbach und der Starkenburg in die Rheinebene, im Odenwaldkreis warten Schloss Erbach und Burg Breuberg mit Führungen. Hier findest du 22 Burgen und Schlösser nach Region mit Zugang, Eintritt und Anreise, dazu Kombinationen für zwei Burgen an einem Tag.
Welche Burg passt zu deinem Ausflug?
| Du suchst | Passende Burgen |
|---|---|
| Große Schlossanlage | Schloss Heidelberg, Schloss Erbach, Burg Breuberg |
| Burgmuseum | Burg Hornberg mit der Rüstung des Götz, Burg Guttenberg, Mildenburg in Miltenberg |
| Freier Eintritt | Neckarsteinach, Frankenstein, Auerbach, Starkenburg, Lindenfels, Rodenstein, Außenanlagen von Hirschhorn |
| Aussichtsturm | Starkenburg, Hornberg, Guttenberg, Windeck, Breuberg, Dilsberg |
| Mit Kindern | Greifvögel auf Burg Guttenberg, Burgenrunde in Neckarsteinach, Pfad der Sagen am Rodenstein |
| Ohne Auto | S-Bahn nach Heidelberg, Neckarsteinach, Hirschhorn und Zwingenberg; Odenwaldbahn nach Erbach |
| Derzeit gesperrt | Minneburg und Burg Stolzeneck; Veste Otzberg in Sanierung |
Burgen nach Region
22 Burgen und Schlösser im Odenwald und am Neckar
Neckartal: von Heidelberg bis Bad Wimpfen
Am Neckar stehen die Burgen dicht an dicht. Zwischen Heidelberg und Zwingenberg halten die S-Bahnen S1 und S2 in fast jedem Burgort, weiter neckaraufwärts Züge und Stadtbahnen.
Heidelberg
Schloss Heidelberg
Renaissance-Ruine über der Altstadt mit Großem Fass, Apotheken-Museum und Blick auf Neckar und Alte Brücke.
- Zugang
- Täglich 9 bis 18 Uhr; Schlossticket 11 € inklusive Bergbahn, Innenräume nur mit Führung
- Anreise
- S-Bahn bis Heidelberg-Altstadt, dann Bergbahn ab Kornmarkt
Der Schlossgarten Hortus Palatinus ist tagsüber ohne Ticket zugänglich.
Neckargemünd-Dilsberg
Bergfeste Dilsberg
Burgruine und befestigter Ort hoch über der Neckarschleife, mit Aussichtsplattform auf dem Treppenturm und einem 46 Meter tiefen Brunnen.
- Zugang
- Ende März bis Oktober Di–So 10 bis 17:30 Uhr; 3 €, mit Brunnenstollen 4 €
- Anreise
- Bus 753 ab Bahnhof Neckargemünd bis „Dilsberg vor dem Tor“
Der 78 Meter lange Brunnenstollen ist von Mitte Mai bis Ende September geöffnet.
Neckarsteinach
Die vier Burgen von Neckarsteinach
Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und Burg Schadeck, das Schwalbennest, liegen nah beieinander über dem Ort.
- Zugang
- Hinterburg und Schwalbennest frei zugänglich; Vorder- und Mittelburg sind privat
- Anreise
- S-Bahn S1/S2 ab Heidelberg in gut 20 Minuten oder mit der Vier-Burgen-Fahrt per Schiff
Die Burgenrunde ab dem Vierburgen-Parkplatz ist rund 3,5 Kilometer lang und dauert 1,5 bis 2 Stunden.
Hirschhorn (Neckar)
Burg Hirschhorn
Erhaltene Burg über der Altstadt mit 26 Meter hohem Bergfried und Blick auf die Neckarschleife.
- Zugang
- Außenanlagen tagsüber frei zugänglich; an der Burg wird restauriert
- Anreise
- S-Bahn bis Hirschhorn; von der Altstadt etwa 10 Minuten hinauf, Parkplatz an der Burg
Burg und Fachwerkaltstadt am Fluss lassen sich gut zu einem Spaziergang verbinden.
Zwingenberg (Baden)
Schloss Zwingenberg
Bewohntes Schloss über dem Neckar mit 38 Meter hohem Bergfried und einer Schlosskapelle von 1424.
- Zugang
- Nur mit gebuchter Führung oder bei Veranstaltungen; von außen jederzeit
- Anreise
- S-Bahn bis Zwingenberg (Baden), dann 10 bis 15 Minuten zu Fuß
Im Schlosshof finden Ende Juli bis Anfang August die Schlossfestspiele statt.
Neckarzimmern
Burg Hornberg
Die Burg des Götz von Berlichingen mit Museum, Rundgang über 24 Stationen und 33 Meter hohem Bergfried über den Weinbergen.
- Zugang
- April bis Oktober täglich 10 bis 18 Uhr, im März, November und Dezember Mi–So 11 bis 16 Uhr; Eintritt 7 €
- Anreise
- Bahnhof Neckarzimmern etwa 1 km; kostenloser Parkplatz am Nordtor
Im Burgmuseum steht die Original-Rüstung des Götz.
Haßmersheim-Neckarmühlbach
Burg Guttenberg
Nie zerstörte Stauferburg mit Burgmuseum, besteigbarem Turm und der Deutschen Greifenwarte mit rund 80 Greifvögeln.
- Zugang
- In der Saison täglich 10 bis 18 Uhr; Museum mit Turm 7 €, Flugvorführung 15 €, Kombiticket 18 €
- Anreise
- Parkplätze am Burgtor; ab Bahnhof Gundelsheim 30 bis 45 Minuten zu Fuß
Flugvorführungen in der Saison täglich um 11 und 15 Uhr.
Bad Wimpfen
Kaiserpfalz Bad Wimpfen
Reste der staufischen Kaiserpfalz mitten in der Altstadt: Blauer Turm, Roter Turm, Steinhaus und Pfalzkapelle.
- Zugang
- Pfalzviertel frei zugänglich; Blauer Turm Ostern bis Mitte Oktober Di–So 10 bis 18 Uhr, 3 €
- Anreise
- Vom Bahnhof Bad Wimpfen etwa 5 Minuten zu Fuß
Im Blauen Turm wohnt bis heute eine Türmerin.
Bergstraße: Burgen über der Rheinebene
Die Burgen am Westrand des Odenwalds stehen an der Hangkante. Von fast allen reicht der Blick weit über die Rheinebene, bei klarer Sicht bis zum Pfälzerwald.
Mühltal bei Darmstadt
Burg Frankenstein
Burgruine über der nördlichen Bergstraße mit Torturm, verwinkelten Mauern und weitem Blick in die Rheinebene.
- Zugang
- Täglich etwa 8 Uhr bis zur Dämmerung, Eintritt frei; wegen Sanierung zeitweise Sperrungen
- Anreise
- Kostenloser Parkplatz rund 200 m unterhalb; ab Nieder-Beerbach etwa 45 Minuten Aufstieg
Auf der Burg wurde 1673 der Alchemist Johann Konrad Dippel geboren; ob Mary Shelley sie kannte, ist umstritten.
Bensheim-Auerbach
Schloss Auerbach
Burgruine mit zwei Westtürmen, Wehrgang und einer über 300 Jahre alten Kiefer auf der Burgmauer.
- Zugang
- Mi–So 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei
- Anreise
- Kostenloser Parkplatz 100 bis 300 m vor dem Tor; ab Bahnhof Bensheim-Auerbach 40 bis 50 Minuten zu Fuß
Bekannt für Rittermahle in historischer Kulisse, die du vorab buchst.
Heppenheim
Starkenburg
Burg über der Heppenheimer Altstadt, 1065 vom Kloster Lorsch gegründet, mit Burgschänke und Jugendherberge.
- Zugang
- Burggelände ganzjährig frei; Aussichtsturm in der Saison am Wochenende nachmittags
- Anreise
- Ab Altstadt etwa 45 Minuten zu Fuß; Wanderparkplatz Schlossberg rund 600 m entfernt
Der 38 Meter hohe Neue Bergfried trägt oben eine verglaste Aussichtsplattform.
Weinheim
Burg Windeck
Burgruine über Weinheim mit 28 Meter hohem Bergfried, dessen Wendeltreppe in der Turmmauer liegt.
- Zugang
- Saison April bis September, Mi–Fr und So 11 bis 17 Uhr, samstags wechselnd; Eintritt frei, Turm 0,50 €
- Anreise
- Parkplätze rund 100 m unterhalb; ab Innenstadt etwa 30 Minuten zu Fuß
Im Burghof gibt es Kiosk und Biergarten.
Weinheim
Wachenburg
Erst 1907 bis 1928 im Stil einer romanischen Höhenburg errichtet; sie gilt als jüngste Burg der Bergstraße.
- Zugang
- Burghof tagsüber frei zugänglich; Innenräume sind privat
- Anreise
- Naturpark-Parkplatz unterhalb der Burg; ab Innenstadt über die Windeck etwa 45 Minuten zu Fuß
Das Restaurant Burgschenke öffnet Do und Fr ab 16 Uhr, Sa ab 11 Uhr und So von 11 bis 17 Uhr.
Odenwaldkreis und Vorderer Odenwald
Im Inneren des Odenwalds wechseln sich Residenzschlösser mit Sammlungen und stille Waldruinen ab. Für Erbach und Breuberg lohnt es sich, die Führungszeiten einzuplanen.
Erbach
Schloss Erbach
Residenzschloss der Grafen zu Erbach mit Gräflichen Sammlungen, Rüstungen, Geweihen und dem Deutschen Elfenbeinmuseum.
- Zugang
- April bis Oktober Di–So 11 bis 17 Uhr; Sammlungen nur mit Führung (8 €), Elfenbeinmuseum ohne Führung (6 €); Rittersaal vorerst geschlossen
- Anreise
- Odenwaldbahn bis Erbach; kostenloser Lustgarten-Parkplatz mit Parkscheibe
Das Kombiticket für 16 € gilt zwei Tage.
Michelstadt-Steinbach
Schloss Fürstenau
Bewohntes Wasserschloss an der Mümling mit Schmuckbogen von 1588, Rotem Turm und Renaissance-Schlossmühle.
- Zugang
- Schlosshof täglich 10 bis 16 Uhr; Innenräume und der große Park sind nicht öffentlich
- Anreise
- Nahe dem Bahnhof Michelstadt; gut mit der Einhardsbasilika in Steinbach zu verbinden
Der Schmuckbogen im Hof spannt sich über 15,60 Meter.
Breuberg
Burg Breuberg
Große erhaltene Höhenburg mit besteigbarem Bergfried, 85 Meter tiefem Brunnen und Rittersaal mit Stuckdecke der Spätrenaissance.
- Zugang
- Höfe und Burggraben fast immer offen; Museum, Rittersaal und Brunnen mit Führung, 6 €, nur bar
- Anreise
- Kostenloser Parkplatz rund 100 m vor der Burg; Bahnhof Höchst (Odenw) 8 km entfernt
Offene Führungen bis 15. November samstags um 13:30 und 14:45 Uhr, sonntags zusätzlich um 16 Uhr.
Lindenfels
Burg Lindenfels
Frei zugängliche Burgruine über dem Städtchen Lindenfels mit Weitblick über den Vorderen Odenwald und Burgschänke.
- Zugang
- Ganzjährig frei; im Sommer an Wochenenden zeitweise Veranstaltungen im Innenhof
- Anreise
- Parkplatz Burgstraße, 5 bis 10 Minuten zu Fuß; Bus 665 ab Bahnhof Bensheim
Das Burg- und Trachtenfest findet seit 1904 jedes Jahr Ende Juli oder Anfang August statt.
Fränkisch-Crumbach
Burg Rodenstein
Waldruine aus der Zeit um 1240, Schauplatz der Sage vom Rodensteiner und seinem Wilden Heer.
- Zugang
- Jederzeit frei, kein Eintritt
- Anreise
- Parkplatz am Hofgut Rodenstein, rund 200 m Fußweg
Der Pfad der Sagen erzählt die Geschichte per QR-Code, unterhalb der Ruine liegt das Hofgut Rodenstein zur Einkehr.
Brensbach-Stierbach
Burg Schnellerts
Kleine Waldruine mit sechseckiger Ringmauer und Turmstumpf, in der Sage das Gegenstück zum Rodenstein.
- Zugang
- Frei zugänglich
- Anreise
- Ab Stierbach etwa 40 bis 45 Minuten zu Fuß, das letzte Stück ist steil
An der Ruine steht eine Schutzhütte mit Schautafeln.
Fischbachtal
Schloss Lichtenberg
Renaissanceschloss über dem Fischbachtal mit dem Geschützturm Bollwerk von 1503 und weitem Rundblick.
- Zugang
- Schlosshof ganzjährig frei; Museum und Bollwerk derzeit nur mit angemeldeter Führung
- Anreise
- Bahn bis Reinheim, dann Bus MO3; kleiner Parkplatz Riedbusch, 5 Minuten zu Fuß
Im Herbst gibt es öffentliche Termine, etwa eine Taschenlampenführung am 11. Oktober 2026.
Bayerischer Odenwald am Main
Im Osten reicht der Odenwald bis an den Main. Hier liegen eine Museumsburg über der Altstadt von Miltenberg und eine Ruine mitten im Wald.
Miltenberg
Mildenburg
Burg über der Miltenberger Altstadt mit Museum für Ikonen und moderne Kunst und besteigbarem Bergfried mit Blick ins Maintal.
- Zugang
- Mitte März bis Ende Oktober Di–So 11 bis 16 Uhr; 8 € als Kombiticket mit dem Stadtmuseum
- Anreise
- Parkplatz Mainbrücke, rund 600 m Fußweg; ab Bahnhof Miltenberg 20 bis 30 Minuten
Über 180 rumänische Hinterglasikonen bilden die größte Sammlung dieser Art in Deutschland.
Kirchzell-Preunschen
Burg Wildenberg
Stauferzeitliche Burgruine im Wald, an der Wolfram von Eschenbach sehr wahrscheinlich an seinem Parzival schrieb.
- Zugang
- Jederzeit frei; Bergfried und Keller nur bei Führungen
- Anreise
- Nur zu Fuß: ab Parkplatz Watterbacher Haus in Preunschen etwa 20 Minuten
Im Palas ist der große Kamin erhalten, auf den Wolfram im Parzival anspielt.
Zwei Burgen an einem Tag: Kombinationen
Unsere Zeitvorschläge enthalten Besichtigung und übliche Pausen, aber keine Anreise in die Region.
Wische in der Tabelle seitlich, um alle Spalten zu lesen.
| Region | Kombination | Zeitbedarf | Schwerpunkt |
|---|---|---|---|
| Mittleres Neckartal | Burg Guttenberg und Burg Hornberg | Ein ganzer Tag | Greifvögel und Götz-Museum |
| Westliches Neckartal | Neckarsteinach mit Dilsberg oder Hirschhorn | Ein ganzer Tag | Burgenrunde, Fluss und Aussicht |
| Mümlingtal | Schloss Erbach und Schloss Fürstenau | Ein halber bis ganzer Tag | Sammlungen und Wasserschloss |
| Bergstraße | Schloss Auerbach und Starkenburg | Ein halber bis ganzer Tag | Burgruinen mit Blick in die Rheinebene |
| Weinheim | Burg Windeck und Wachenburg | Ein halber Tag | Zwei Burgen auf einem Spaziergang |
| Heidelberg | Schloss, Altstadt und Vier-Burgen-Fahrt | Ein ganzer Tag | Schlossbesuch und Schiff nach Neckarsteinach |
Warum am Neckar so viele Burgen stehen
Der Neckar war im Mittelalter eine Verkehrsachse zwischen Rheinebene und Schwaben. Wer die Hänge über dem engen Tal besetzte, kontrollierte Fluss und Uferstraße. Deshalb folgen zwischen Heidelberg und Bad Wimpfen die Burgen in kurzen Abständen. In Wimpfen saßen die Staufer in ihrer Kaiserpfalz, Burg Guttenberg ist eine nie zerstörte Stauferburg, Burg Hornberg gehörte ab 1259 dem Bischof von Speyer, und Heidelberg wurde Residenz der Kurfürsten von der Pfalz.
Viele Anlagen überstanden die Kriege des 17. Jahrhunderts nicht. Schloss Auerbach wurde 1674 zerstört, Hornberg und Heidelberg im Pfälzischen Erbfolgekrieg verwüstet. Andere blieben bewohnt: Guttenberg und Hornberg gehören bis heute der Familie von Gemmingen, Schloss Zwingenberg und Schloss Fürstenau sind Privatbesitz. Daraus ergibt sich der Unterschied, der deinen Besuch bestimmt: Ruinen sind meist frei zugänglich, bewohnte Schlösser zeigen ihre Räume nur bei Führungen.
Burgen am Neckar ohne Auto: S-Bahn, Schiff und Burgenstraße
Die S-Bahn-Linien S1 und S2 fahren von Heidelberg durchs Neckartal und halten in Neckargemünd, Neckarsteinach, Hirschhorn, Eberbach und Zwingenberg. Weiter neckaraufwärts erreichst du Neckarzimmern für Burg Hornberg und Bad Wimpfen mit Zug und Stadtbahn. Viele Burgen liegen über dem Bahnhof, plane also einen Aufstieg von 10 bis 45 Minuten ein.
Die Vier-Burgen-Fahrt der Weissen Flotte startet am Anleger Stadthalle in Heidelberg und fährt in gut anderthalb Stunden nach Neckarsteinach. Von Ende März bis Anfang November legen mehrmals täglich Schiffe ab. Mit dem Rundfahrtticket ab 45 Euro, Getränke inklusive, steigst du in Neckarsteinach aus, gehst die Burgenrunde und nimmst ein späteres Schiff zurück. Von Heilbronn fahren die Ausflugsschiffe „Neckarbummler“ und „Fee“ in etwa zweieinhalb Stunden nach Neckarzimmern unterhalb von Hornberg.
Die Burgenstraße führt von Mannheim über Heidelberg durchs Neckartal nach Osten. Im Neckartal gehören Heidelberg, Neckargemünd mit dem Dilsberg, Neckarsteinach, Eberbach, Mosbach, Burg Hornberg, Gundelsheim mit Burg Horneck, Burg Guttenberg und Bad Wimpfen dazu. Sie ist eine touristische Route, kein markierter Wanderweg.
Zwei Burgen an einem Tag verbinden
Ein zeitgebundener Programmpunkt bestimmt den Tag. Auf Burg Guttenberg sind das die Flugvorführungen um 11 und 15 Uhr, im Schloss Erbach die Führungen durch die Gräflichen Sammlungen um 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr. Lege diesen Termin zuerst fest und plane die zweite Burg davor oder danach.
Gut zusammen passen Guttenberg und Hornberg, die knapp vier Kilometer auseinanderliegen, sowie Erbach und das Schloss Fürstenau im Mümlingtal. In Neckarsteinach füllt die Burgenrunde einen halben Tag, danach reicht ein Abstecher zur Burg Hirschhorn oder auf den Dilsberg. An der Bergstraße lassen sich Schloss Auerbach und die Starkenburg verbinden, in Weinheim gehst du zu Fuß von der Windeck zur Wachenburg. Für Schloss Heidelberg mit Altstadt lohnt sich ein eigener Tag, weitere Ideen findest du bei den Ausflügen ab Heidelberg.
Burgen mit Kindern
Die Flugvorführung der Deutschen Greifenwarte auf Burg Guttenberg trägt einen ganzen Familientag. In Neckarsteinach können Kinder den Bergfried der Hinterburg besteigen; innen ist es dunkel, eine Taschenlampe hilft. Am Rodenstein führt der Pfad der Sagen mit QR-Codes zur Ruine, dazu passt die Geschichte vom Wilden Heer aus den Sagen und Legenden des Odenwalds.
Für Kinderwagen sind die meisten Burgen schwierig. Auf Burg Hornberg rät der Betreiber ausdrücklich davon ab, weil viele Treppen und naturbelassene Wege folgen. Die Mildenburg in Miltenberg ist dagegen auf allen Ebenen per Aufzug erreichbar.
Gesperrt oder in Sanierung
Die Waldruinen Minneburg bei Neckargerach und Burg Stolzeneck bei Eberbach sind aus Sicherheitsgründen gesperrt, die Hauptburgen bis auf Weiteres. Einen Termin für die Wiedereröffnung gibt es nicht. Der Neckarsteig zwischen Lindach und Neckargerach führt an beiden vorbei, die Ruinen selbst kannst du derzeit nicht betreten.
Die Veste Otzberg wird für rund 13 Millionen Euro saniert. Der vordere Bereich soll ab Sommer 2026 schrittweise öffnen, der Turm „Weiße Rübe“ bleibt voraussichtlich bis Ende 2026 geschlossen. Frag vor einem Besuch bei der Gemeinde Otzberg nach. Die Burg Freienstein bei Gammelsbach wird seit 1990 saniert, die Stadt Oberzent weist die Ruine als nicht begehbar aus. Der 11,4 Kilometer lange Burg-Freienstein-Weg führt an ihr vorbei.
