Burganlage im Odenwald als Ausflugsziel für Geschichte und Panorama
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Burgen und Schlösser im Odenwald und am Neckar

Zuletzt aktualisiert: 2026-09-23

Zusammenfassung

Zwischen Heidelberg und Bad Wimpfen folgen die Burgen am Neckar dicht aufeinander: Schloss Heidelberg, die vier Burgen von Neckarsteinach, Hirschhorn, Hornberg und Guttenberg mit ihrer Greifenwarte. An der Bergstraße blickst du von Frankenstein, Auerbach und der Starkenburg in die Rheinebene, im Odenwaldkreis warten Schloss Erbach und Burg Breuberg mit Führungen. Hier findest du 22 Burgen und Schlösser nach Region mit Zugang, Eintritt und Anreise, dazu Kombinationen für zwei Burgen an einem Tag.

Welche Burg passt zu deinem Ausflug?

Du suchstPassende Burgen
Große SchlossanlageSchloss Heidelberg, Schloss Erbach, Burg Breuberg
BurgmuseumBurg Hornberg mit der Rüstung des Götz, Burg Guttenberg, Mildenburg in Miltenberg
Freier EintrittNeckarsteinach, Frankenstein, Auerbach, Starkenburg, Lindenfels, Rodenstein, Außenanlagen von Hirschhorn
AussichtsturmStarkenburg, Hornberg, Guttenberg, Windeck, Breuberg, Dilsberg
Mit KindernGreifvögel auf Burg Guttenberg, Burgenrunde in Neckarsteinach, Pfad der Sagen am Rodenstein
Ohne AutoS-Bahn nach Heidelberg, Neckarsteinach, Hirschhorn und Zwingenberg; Odenwaldbahn nach Erbach
Derzeit gesperrtMinneburg und Burg Stolzeneck; Veste Otzberg in Sanierung

Burgen nach Region

22 Burgen und Schlösser im Odenwald und am Neckar

Neckartal: von Heidelberg bis Bad Wimpfen

Am Neckar stehen die Burgen dicht an dicht. Zwischen Heidelberg und Zwingenberg halten die S-Bahnen S1 und S2 in fast jedem Burgort, weiter neckaraufwärts Züge und Stadtbahnen.

Heidelberg

Schloss Heidelberg

Renaissance-Ruine über der Altstadt mit Großem Fass, Apotheken-Museum und Blick auf Neckar und Alte Brücke.

Zugang
Täglich 9 bis 18 Uhr; Schlossticket 11 € inklusive Bergbahn, Innenräume nur mit Führung
Anreise
S-Bahn bis Heidelberg-Altstadt, dann Bergbahn ab Kornmarkt

Der Schlossgarten Hortus Palatinus ist tagsüber ohne Ticket zugänglich.

Neckargemünd-Dilsberg

Bergfeste Dilsberg

Burgruine und befestigter Ort hoch über der Neckarschleife, mit Aussichtsplattform auf dem Treppenturm und einem 46 Meter tiefen Brunnen.

Zugang
Ende März bis Oktober Di–So 10 bis 17:30 Uhr; 3 €, mit Brunnenstollen 4 €
Anreise
Bus 753 ab Bahnhof Neckargemünd bis „Dilsberg vor dem Tor“

Der 78 Meter lange Brunnenstollen ist von Mitte Mai bis Ende September geöffnet.

Neckarsteinach

Die vier Burgen von Neckarsteinach

Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und Burg Schadeck, das Schwalbennest, liegen nah beieinander über dem Ort.

Zugang
Hinterburg und Schwalbennest frei zugänglich; Vorder- und Mittelburg sind privat
Anreise
S-Bahn S1/S2 ab Heidelberg in gut 20 Minuten oder mit der Vier-Burgen-Fahrt per Schiff

Die Burgenrunde ab dem Vierburgen-Parkplatz ist rund 3,5 Kilometer lang und dauert 1,5 bis 2 Stunden.

Hirschhorn (Neckar)

Burg Hirschhorn

Erhaltene Burg über der Altstadt mit 26 Meter hohem Bergfried und Blick auf die Neckarschleife.

Zugang
Außenanlagen tagsüber frei zugänglich; an der Burg wird restauriert
Anreise
S-Bahn bis Hirschhorn; von der Altstadt etwa 10 Minuten hinauf, Parkplatz an der Burg

Burg und Fachwerkaltstadt am Fluss lassen sich gut zu einem Spaziergang verbinden.

Zwingenberg (Baden)

Schloss Zwingenberg

Bewohntes Schloss über dem Neckar mit 38 Meter hohem Bergfried und einer Schlosskapelle von 1424.

Zugang
Nur mit gebuchter Führung oder bei Veranstaltungen; von außen jederzeit
Anreise
S-Bahn bis Zwingenberg (Baden), dann 10 bis 15 Minuten zu Fuß

Im Schlosshof finden Ende Juli bis Anfang August die Schlossfestspiele statt.

Neckarzimmern

Burg Hornberg

Die Burg des Götz von Berlichingen mit Museum, Rundgang über 24 Stationen und 33 Meter hohem Bergfried über den Weinbergen.

Zugang
April bis Oktober täglich 10 bis 18 Uhr, im März, November und Dezember Mi–So 11 bis 16 Uhr; Eintritt 7 €
Anreise
Bahnhof Neckarzimmern etwa 1 km; kostenloser Parkplatz am Nordtor

Im Burgmuseum steht die Original-Rüstung des Götz.

Haßmersheim-Neckarmühlbach

Burg Guttenberg

Nie zerstörte Stauferburg mit Burgmuseum, besteigbarem Turm und der Deutschen Greifenwarte mit rund 80 Greifvögeln.

Zugang
In der Saison täglich 10 bis 18 Uhr; Museum mit Turm 7 €, Flugvorführung 15 €, Kombiticket 18 €
Anreise
Parkplätze am Burgtor; ab Bahnhof Gundelsheim 30 bis 45 Minuten zu Fuß

Flugvorführungen in der Saison täglich um 11 und 15 Uhr.

Bad Wimpfen

Kaiserpfalz Bad Wimpfen

Reste der staufischen Kaiserpfalz mitten in der Altstadt: Blauer Turm, Roter Turm, Steinhaus und Pfalzkapelle.

Zugang
Pfalzviertel frei zugänglich; Blauer Turm Ostern bis Mitte Oktober Di–So 10 bis 18 Uhr, 3 €
Anreise
Vom Bahnhof Bad Wimpfen etwa 5 Minuten zu Fuß

Im Blauen Turm wohnt bis heute eine Türmerin.

Bergstraße: Burgen über der Rheinebene

Die Burgen am Westrand des Odenwalds stehen an der Hangkante. Von fast allen reicht der Blick weit über die Rheinebene, bei klarer Sicht bis zum Pfälzerwald.

Mühltal bei Darmstadt

Burg Frankenstein

Burgruine über der nördlichen Bergstraße mit Torturm, verwinkelten Mauern und weitem Blick in die Rheinebene.

Zugang
Täglich etwa 8 Uhr bis zur Dämmerung, Eintritt frei; wegen Sanierung zeitweise Sperrungen
Anreise
Kostenloser Parkplatz rund 200 m unterhalb; ab Nieder-Beerbach etwa 45 Minuten Aufstieg

Auf der Burg wurde 1673 der Alchemist Johann Konrad Dippel geboren; ob Mary Shelley sie kannte, ist umstritten.

Bensheim-Auerbach

Schloss Auerbach

Burgruine mit zwei Westtürmen, Wehrgang und einer über 300 Jahre alten Kiefer auf der Burgmauer.

Zugang
Mi–So 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei
Anreise
Kostenloser Parkplatz 100 bis 300 m vor dem Tor; ab Bahnhof Bensheim-Auerbach 40 bis 50 Minuten zu Fuß

Bekannt für Rittermahle in historischer Kulisse, die du vorab buchst.

Heppenheim

Starkenburg

Burg über der Heppenheimer Altstadt, 1065 vom Kloster Lorsch gegründet, mit Burgschänke und Jugendherberge.

Zugang
Burggelände ganzjährig frei; Aussichtsturm in der Saison am Wochenende nachmittags
Anreise
Ab Altstadt etwa 45 Minuten zu Fuß; Wanderparkplatz Schlossberg rund 600 m entfernt

Der 38 Meter hohe Neue Bergfried trägt oben eine verglaste Aussichtsplattform.

Weinheim

Burg Windeck

Burgruine über Weinheim mit 28 Meter hohem Bergfried, dessen Wendeltreppe in der Turmmauer liegt.

Zugang
Saison April bis September, Mi–Fr und So 11 bis 17 Uhr, samstags wechselnd; Eintritt frei, Turm 0,50 €
Anreise
Parkplätze rund 100 m unterhalb; ab Innenstadt etwa 30 Minuten zu Fuß

Im Burghof gibt es Kiosk und Biergarten.

Weinheim

Wachenburg

Erst 1907 bis 1928 im Stil einer romanischen Höhenburg errichtet; sie gilt als jüngste Burg der Bergstraße.

Zugang
Burghof tagsüber frei zugänglich; Innenräume sind privat
Anreise
Naturpark-Parkplatz unterhalb der Burg; ab Innenstadt über die Windeck etwa 45 Minuten zu Fuß

Das Restaurant Burgschenke öffnet Do und Fr ab 16 Uhr, Sa ab 11 Uhr und So von 11 bis 17 Uhr.

Odenwaldkreis und Vorderer Odenwald

Im Inneren des Odenwalds wechseln sich Residenzschlösser mit Sammlungen und stille Waldruinen ab. Für Erbach und Breuberg lohnt es sich, die Führungszeiten einzuplanen.

Erbach

Schloss Erbach

Residenzschloss der Grafen zu Erbach mit Gräflichen Sammlungen, Rüstungen, Geweihen und dem Deutschen Elfenbeinmuseum.

Zugang
April bis Oktober Di–So 11 bis 17 Uhr; Sammlungen nur mit Führung (8 €), Elfenbeinmuseum ohne Führung (6 €); Rittersaal vorerst geschlossen
Anreise
Odenwaldbahn bis Erbach; kostenloser Lustgarten-Parkplatz mit Parkscheibe

Das Kombiticket für 16 € gilt zwei Tage.

Michelstadt-Steinbach

Schloss Fürstenau

Bewohntes Wasserschloss an der Mümling mit Schmuckbogen von 1588, Rotem Turm und Renaissance-Schlossmühle.

Zugang
Schlosshof täglich 10 bis 16 Uhr; Innenräume und der große Park sind nicht öffentlich
Anreise
Nahe dem Bahnhof Michelstadt; gut mit der Einhardsbasilika in Steinbach zu verbinden

Der Schmuckbogen im Hof spannt sich über 15,60 Meter.

Breuberg

Burg Breuberg

Große erhaltene Höhenburg mit besteigbarem Bergfried, 85 Meter tiefem Brunnen und Rittersaal mit Stuckdecke der Spätrenaissance.

Zugang
Höfe und Burggraben fast immer offen; Museum, Rittersaal und Brunnen mit Führung, 6 €, nur bar
Anreise
Kostenloser Parkplatz rund 100 m vor der Burg; Bahnhof Höchst (Odenw) 8 km entfernt

Offene Führungen bis 15. November samstags um 13:30 und 14:45 Uhr, sonntags zusätzlich um 16 Uhr.

Lindenfels

Burg Lindenfels

Frei zugängliche Burgruine über dem Städtchen Lindenfels mit Weitblick über den Vorderen Odenwald und Burgschänke.

Zugang
Ganzjährig frei; im Sommer an Wochenenden zeitweise Veranstaltungen im Innenhof
Anreise
Parkplatz Burgstraße, 5 bis 10 Minuten zu Fuß; Bus 665 ab Bahnhof Bensheim

Das Burg- und Trachtenfest findet seit 1904 jedes Jahr Ende Juli oder Anfang August statt.

Fränkisch-Crumbach

Burg Rodenstein

Waldruine aus der Zeit um 1240, Schauplatz der Sage vom Rodensteiner und seinem Wilden Heer.

Zugang
Jederzeit frei, kein Eintritt
Anreise
Parkplatz am Hofgut Rodenstein, rund 200 m Fußweg

Der Pfad der Sagen erzählt die Geschichte per QR-Code, unterhalb der Ruine liegt das Hofgut Rodenstein zur Einkehr.

Brensbach-Stierbach

Burg Schnellerts

Kleine Waldruine mit sechseckiger Ringmauer und Turmstumpf, in der Sage das Gegenstück zum Rodenstein.

Zugang
Frei zugänglich
Anreise
Ab Stierbach etwa 40 bis 45 Minuten zu Fuß, das letzte Stück ist steil

An der Ruine steht eine Schutzhütte mit Schautafeln.

Fischbachtal

Schloss Lichtenberg

Renaissanceschloss über dem Fischbachtal mit dem Geschützturm Bollwerk von 1503 und weitem Rundblick.

Zugang
Schlosshof ganzjährig frei; Museum und Bollwerk derzeit nur mit angemeldeter Führung
Anreise
Bahn bis Reinheim, dann Bus MO3; kleiner Parkplatz Riedbusch, 5 Minuten zu Fuß

Im Herbst gibt es öffentliche Termine, etwa eine Taschenlampenführung am 11. Oktober 2026.

Bayerischer Odenwald am Main

Im Osten reicht der Odenwald bis an den Main. Hier liegen eine Museumsburg über der Altstadt von Miltenberg und eine Ruine mitten im Wald.

Miltenberg

Mildenburg

Burg über der Miltenberger Altstadt mit Museum für Ikonen und moderne Kunst und besteigbarem Bergfried mit Blick ins Maintal.

Zugang
Mitte März bis Ende Oktober Di–So 11 bis 16 Uhr; 8 € als Kombiticket mit dem Stadtmuseum
Anreise
Parkplatz Mainbrücke, rund 600 m Fußweg; ab Bahnhof Miltenberg 20 bis 30 Minuten

Über 180 rumänische Hinterglasikonen bilden die größte Sammlung dieser Art in Deutschland.

Kirchzell-Preunschen

Burg Wildenberg

Stauferzeitliche Burgruine im Wald, an der Wolfram von Eschenbach sehr wahrscheinlich an seinem Parzival schrieb.

Zugang
Jederzeit frei; Bergfried und Keller nur bei Führungen
Anreise
Nur zu Fuß: ab Parkplatz Watterbacher Haus in Preunschen etwa 20 Minuten

Im Palas ist der große Kamin erhalten, auf den Wolfram im Parzival anspielt.

Zwei Burgen an einem Tag: Kombinationen

Unsere Zeitvorschläge enthalten Besichtigung und übliche Pausen, aber keine Anreise in die Region.

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Zwei Burgen an einem Tag: Kombinationen
RegionKombinationZeitbedarfSchwerpunkt
Mittleres NeckartalBurg Guttenberg und Burg HornbergEin ganzer TagGreifvögel und Götz-Museum
Westliches NeckartalNeckarsteinach mit Dilsberg oder HirschhornEin ganzer TagBurgenrunde, Fluss und Aussicht
MümlingtalSchloss Erbach und Schloss FürstenauEin halber bis ganzer TagSammlungen und Wasserschloss
BergstraßeSchloss Auerbach und StarkenburgEin halber bis ganzer TagBurgruinen mit Blick in die Rheinebene
WeinheimBurg Windeck und WachenburgEin halber TagZwei Burgen auf einem Spaziergang
HeidelbergSchloss, Altstadt und Vier-Burgen-FahrtEin ganzer TagSchlossbesuch und Schiff nach Neckarsteinach

Warum am Neckar so viele Burgen stehen

Der Neckar war im Mittelalter eine Verkehrsachse zwischen Rheinebene und Schwaben. Wer die Hänge über dem engen Tal besetzte, kontrollierte Fluss und Uferstraße. Deshalb folgen zwischen Heidelberg und Bad Wimpfen die Burgen in kurzen Abständen. In Wimpfen saßen die Staufer in ihrer Kaiserpfalz, Burg Guttenberg ist eine nie zerstörte Stauferburg, Burg Hornberg gehörte ab 1259 dem Bischof von Speyer, und Heidelberg wurde Residenz der Kurfürsten von der Pfalz.

Viele Anlagen überstanden die Kriege des 17. Jahrhunderts nicht. Schloss Auerbach wurde 1674 zerstört, Hornberg und Heidelberg im Pfälzischen Erbfolgekrieg verwüstet. Andere blieben bewohnt: Guttenberg und Hornberg gehören bis heute der Familie von Gemmingen, Schloss Zwingenberg und Schloss Fürstenau sind Privatbesitz. Daraus ergibt sich der Unterschied, der deinen Besuch bestimmt: Ruinen sind meist frei zugänglich, bewohnte Schlösser zeigen ihre Räume nur bei Führungen.

Burgen am Neckar ohne Auto: S-Bahn, Schiff und Burgenstraße

Die S-Bahn-Linien S1 und S2 fahren von Heidelberg durchs Neckartal und halten in Neckargemünd, Neckarsteinach, Hirschhorn, Eberbach und Zwingenberg. Weiter neckaraufwärts erreichst du Neckarzimmern für Burg Hornberg und Bad Wimpfen mit Zug und Stadtbahn. Viele Burgen liegen über dem Bahnhof, plane also einen Aufstieg von 10 bis 45 Minuten ein.

Die Vier-Burgen-Fahrt der Weissen Flotte startet am Anleger Stadthalle in Heidelberg und fährt in gut anderthalb Stunden nach Neckarsteinach. Von Ende März bis Anfang November legen mehrmals täglich Schiffe ab. Mit dem Rundfahrtticket ab 45 Euro, Getränke inklusive, steigst du in Neckarsteinach aus, gehst die Burgenrunde und nimmst ein späteres Schiff zurück. Von Heilbronn fahren die Ausflugsschiffe „Neckarbummler“ und „Fee“ in etwa zweieinhalb Stunden nach Neckarzimmern unterhalb von Hornberg.

Die Burgenstraße führt von Mannheim über Heidelberg durchs Neckartal nach Osten. Im Neckartal gehören Heidelberg, Neckargemünd mit dem Dilsberg, Neckarsteinach, Eberbach, Mosbach, Burg Hornberg, Gundelsheim mit Burg Horneck, Burg Guttenberg und Bad Wimpfen dazu. Sie ist eine touristische Route, kein markierter Wanderweg.

Zwei Burgen an einem Tag verbinden

Ein zeitgebundener Programmpunkt bestimmt den Tag. Auf Burg Guttenberg sind das die Flugvorführungen um 11 und 15 Uhr, im Schloss Erbach die Führungen durch die Gräflichen Sammlungen um 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr. Lege diesen Termin zuerst fest und plane die zweite Burg davor oder danach.

Gut zusammen passen Guttenberg und Hornberg, die knapp vier Kilometer auseinanderliegen, sowie Erbach und das Schloss Fürstenau im Mümlingtal. In Neckarsteinach füllt die Burgenrunde einen halben Tag, danach reicht ein Abstecher zur Burg Hirschhorn oder auf den Dilsberg. An der Bergstraße lassen sich Schloss Auerbach und die Starkenburg verbinden, in Weinheim gehst du zu Fuß von der Windeck zur Wachenburg. Für Schloss Heidelberg mit Altstadt lohnt sich ein eigener Tag, weitere Ideen findest du bei den Ausflügen ab Heidelberg.

Burgen mit Kindern

Die Flugvorführung der Deutschen Greifenwarte auf Burg Guttenberg trägt einen ganzen Familientag. In Neckarsteinach können Kinder den Bergfried der Hinterburg besteigen; innen ist es dunkel, eine Taschenlampe hilft. Am Rodenstein führt der Pfad der Sagen mit QR-Codes zur Ruine, dazu passt die Geschichte vom Wilden Heer aus den Sagen und Legenden des Odenwalds.

Für Kinderwagen sind die meisten Burgen schwierig. Auf Burg Hornberg rät der Betreiber ausdrücklich davon ab, weil viele Treppen und naturbelassene Wege folgen. Die Mildenburg in Miltenberg ist dagegen auf allen Ebenen per Aufzug erreichbar.

Gesperrt oder in Sanierung

Die Waldruinen Minneburg bei Neckargerach und Burg Stolzeneck bei Eberbach sind aus Sicherheitsgründen gesperrt, die Hauptburgen bis auf Weiteres. Einen Termin für die Wiedereröffnung gibt es nicht. Der Neckarsteig zwischen Lindach und Neckargerach führt an beiden vorbei, die Ruinen selbst kannst du derzeit nicht betreten.

Die Veste Otzberg wird für rund 13 Millionen Euro saniert. Der vordere Bereich soll ab Sommer 2026 schrittweise öffnen, der Turm „Weiße Rübe“ bleibt voraussichtlich bis Ende 2026 geschlossen. Frag vor einem Besuch bei der Gemeinde Otzberg nach. Die Burg Freienstein bei Gammelsbach wird seit 1990 saniert, die Stadt Oberzent weist die Ruine als nicht begehbar aus. Der 11,4 Kilometer lange Burg-Freienstein-Weg führt an ihr vorbei.

Häufig gestellte Fragen

Welche Burgen liegen am Neckar?
Von Heidelberg neckaraufwärts folgen Schloss Heidelberg, die Bergfeste Dilsberg, die vier Burgen von Neckarsteinach, Burg Hirschhorn, Burg Stolzeneck, Schloss Zwingenberg, die Minneburg, Burg Hornberg, Burg Guttenberg und die Kaiserpfalz in Bad Wimpfen. Minneburg und Stolzeneck sind derzeit gesperrt. Die übrigen Burgen kannst du besuchen, Schloss Zwingenberg allerdings nur mit Führung.
Welche sind die schönsten Burgen am Neckar?
Für einen ersten Besuch empfehlen wir vier Ziele mit unterschiedlichem Charakter: Schloss Heidelberg als große Schlossanlage, die vier Burgen von Neckarsteinach für eine Wanderung, Burg Hornberg mit dem Museum zu Götz von Berlichingen und Burg Guttenberg mit der Greifenwarte. Den weitesten Blick über die Neckarschleife hast du vom Dilsberg und von Burg Hirschhorn.
Welche Burgen im Odenwald kann man kostenlos besichtigen?
Frei zugänglich sind unter anderem Burg Frankenstein, Schloss Auerbach, die Starkenburg, Burg Lindenfels, Burg Rodenstein, Burg Schnellerts, Burg Wildenberg sowie Hinterburg und Schwalbennest in Neckarsteinach. Bei Burg Windeck ist nur der Turm kostenpflichtig. Auch frei zugängliche Anlagen haben teils feste Zeiten, Schloss Auerbach etwa mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr.
Welche Schlösser gibt es im Odenwald?
Die bekanntesten sind Schloss Heidelberg, Schloss Erbach mit den Gräflichen Sammlungen, das Wasserschloss Fürstenau in Michelstadt-Steinbach, Schloss Zwingenberg am Neckar und Schloss Lichtenberg im Fischbachtal. Schloss Auerbach heißt zwar Schloss, ist aber eine mittelalterliche Burgruine. Innenräume zeigen die bewohnten Schlösser nur bei Führungen, Fürstenau gar nicht.
Was ist die Vier-Burgen-Fahrt ab Heidelberg?
Eine Schifffahrt der Weissen Flotte vom Anleger Stadthalle in Heidelberg nach Neckarsteinach. Die Hinfahrt dauert gut anderthalb Stunden, das Rundfahrtticket kostet ab 45 Euro inklusive Getränken. Du kannst in Neckarsteinach aussteigen, die Burgenrunde gehen und mit einem späteren Schiff zurückfahren. Die Saison läuft von Ende März bis Anfang November.
Welche Burgen gibt es bei Mosbach und Bad Wimpfen?
Von Mosbach liegt Burg Hornberg in Neckarzimmern nur wenige Kilometer neckaraufwärts, knapp vier Kilometer weiter folgt Burg Guttenberg. In Bad Wimpfen stehen Blauer Turm, Roter Turm und Steinhaus der staufischen Kaiserpfalz mitten in der Altstadt. Die Minneburg bei Neckargerach ist derzeit gesperrt.
Wie viele Burgen lassen sich an einem Tag besichtigen?
Mit Innenbesichtigung, Wegen und Einkehr sind zwei Burgen ein guter Plan, etwa Guttenberg und Hornberg oder Erbach und Fürstenau. Eine Burgenrunde wie in Neckarsteinach verbindet mehrere Ruinen auf einem Weg und füllt allein einen halben Tag.
Welche Burgen eignen sich bei Regen?
Wähle eine Burg mit Museum: Schloss Erbach mit Sammlungen und Elfenbeinmuseum, das Burgmuseum auf Hornberg, das Museum auf Guttenberg oder die Mildenburg in Miltenberg. Die Wege zwischen Parkplatz, Hof und Museum bleiben trotzdem im Freien, und Ruinen bieten keinen Regenschutz.