Burg Breuberg steht auf einem steilen Bergkegel über dem Mümlingtal, direkt oberhalb von Breuberg-Neustadt im Odenwaldkreis. Sie gehört dem Land Hessen und zählt laut den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen zu den am besten erhaltenen Burgen im süddeutschen Raum. In gut 800 Jahren wurde sie nie zerstört, deshalb siehst du Bauteile vom romanischen Bergfried bis zu Geschütztürmen und Renaissancebauten.
Das Außengelände ist frei zugänglich: Innenhöfe und Burggraben sind laut Stadt Breuberg so gut wie immer begehbar, der Bergfried ist tagsüber normalerweise geöffnet. Das Breuberg-Museum mit Rittersaal und Brunnen siehst du nur bei einer Führung. Die Räume der Jugendherberge in der Kernburg dürfen nur Übernachtungsgäste betreten.
Die Führungen organisiert die Stadtverwaltung Breuberg. Die offenen Burgführungen laufen von Mitte März bis Mitte November (2026: 14. März bis 15. November), samstags um 13.30 und 14.45 Uhr, sonntags und an hessischen Feiertagen um 13.30, 14.45 und 16 Uhr. Als Tagesgast brauchst du keine Anmeldung, Treffpunkt ist der Eingang zum Burgmuseum. Die Führung kostet 6 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder, Familien mit zwei Erwachsenen und bis zu drei Kindern zahlen 15 Euro (Preise 2026). Bezahlen kannst du nur bar.
Außerhalb dieser Saison gibt es keine offenen Führungen, Gruppen können aber weiter buchen. Gruppenführungen schließen immer die Besteigung des Bergfrieds ein und kosten für bis zu 20 Kinder 80 Euro, für bis zu 20 Erwachsene 100 Euro; jedes weitere Kind zahlt 4 Euro, jeder weitere Erwachsene 5 Euro. Anfragen nimmt die Stadtverwaltung montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr unter 06163 709-14 entgegen oder per E-Mail an burgfuehrung@breuberg.de. Wer nicht spätestens 24 Stunden vorher absagt, zahlt die Führung.
Schon der Weg hinein zeigt, wie die Burg gesichert war. Du gehst einen langen Aufgang hinauf, vorbei an Mauern und Schießscharten, über Wall und Graben, durch das Vortor und über die Brücke, durch das untere Burgtor und zuletzt durch das romanische Portal in die Kernburg.
Den Bergfried kannst du auch ohne Führung besteigen, solange er geöffnet ist. Der Turm aus Buckelquadern ist rund 25 Meter hoch und stammt aus der Gründungszeit, seinen Aufsatz erhielt er 1612. Oben reicht der Blick über das Mümlingtal bis zu Taunus, Spessart und Neunkircher Höhe. Kyrillische Graffiti im Zinnenkranz erinnern an Zwangsarbeiter, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in der Burg untergebracht waren.
Der Rittersaal liegt im Johann-Casimir-Bau, einem Renaissancebau aus der Zeit, als die Grafen von Erbach und von Löwenstein-Wertheim die Burg besaßen. Seine Stuckdecke zeigt Ahnenwappen des Hauses Löwenstein-Wertheim, Gestalten der griechischen Sagenwelt und einen Fries antiker Götter. In der Brunnenhalle steht der alte Burgbrunnen mit rekonstruiertem Laufrad. Der Schacht ist 85 Meter tief und versorgte die Bewohner zuverlässig mit Wasser.
Für Familien gibt es eine Burgrallye ohne Burgführer. Ein Heft mit sieben Rätseln aus Bildersuche, Aufgaben und Knobelfragen führt durch das öffentliche Außengelände bis auf den Bergfried. Die Rallye dauert etwa ein bis zwei Stunden, kostet 15 Euro pro Familie (Preis 2026) und richtet sich an Familien mit Kindern ab dem Grundschulalter. Die Unterlagen bekommst du am Kiosk der Burgschänke, also nur zu deren Öffnungszeiten. Eine Führung vorher brauchst du nicht.
Buchbar sind außerdem Kindergeburtstage mit Schatzsuche und Ritterschlag für 6- bis 12-Jährige, in der Saison freitags und samstags um 11 oder 16 Uhr. Für Kindergärten gibt es eigene Burgführungen, für Kinder ab der 3. Klasse die Führung „Burg bei Nacht“. Schulklassen der 3. bis 6. Klasse buchen montags bis freitags die Ritterspiele, dazu gibt es eine Nachtwanderung.
Die Burgschänke hat freitags, samstags, sonntags und an hessischen Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet, die Küche von 11.45 bis 17.30 Uhr; freitags gibt es nur eine kleine Vesperkarte. Der Biergarten hat zu denselben Zeiten geöffnet (Stand September 2026). Einen Tisch in der Schänke reservierst du mindestens eine Woche vorher, am besten per E-Mail an burgfuehrung@breuberg.de, im Biergarten ist keine Reservierung möglich. E-Bike-Akkus darfst du dort nicht laden. Vor allem im Winter prüfst du die Zeiten vorab auf der Seite der Stadt.
Die Jugendherberge in der Kernburg gehört zum Deutschen Jugendherbergswerk (DJH), du buchst direkt dort unter 06165 3403. Standesamtliche Trauungen finden im über 400 Jahre alten, sanierten Erbacher Zeughaus statt; zuständig ist das Standesamt der Stadt Breuberg.
Über das Jahr bietet die Stadt Sonderführungen an: abendliche Themenführungen, ein Krimidinner, eine Nikolausführung mit Andacht in der Burgkapelle im Dezember und eine Führung zur Nacht der offenen Museen. Termine nennt die Führungsseite der Stadt.
Hunde sind nach Angabe der Stadt erlaubt. Drohnen sind auf dem gesamten Burggelände verboten, schon ab den ausgewiesenen Parkplätzen. Offizielle Angaben zur Barrierefreiheit von Museum, Bergfried und Burgschänke gibt es nicht (Stand September 2026). Der Aufstieg ist steil, der Weg in die Kernburg führt über eine Brücke und durch mehrere Tore. Mit Rollstuhl oder Rollator fragst du am besten vorab bei der Stadtverwaltung nach.
Burg Breuberg entstand um 1200, wohl im Auftrag der Abtei Fulda. Aus der Anfangszeit stammen Bergfried, romanisches Tor und Ringmauer der Kernburg, typisch für eine Burg der Stauferzeit. Die Erbauer, die Herren von Lützelbach, nannten sich danach Herren von Breuberg. Als sie 1323 im Mannesstamm ausstarben, teilten sich mehrere Adelsfamilien die Burg als Ganerben; Wehranlagen und Brunnen unterhielten sie gemeinsam.
Die Grafen von Wertheim erwarben bis 1497 alle Anteile und bauten die Burg gegen die neuen Feuerwaffen zur Festung aus: Zwischen 1482 und 1507 entstanden vier Geschütztürme, dazu die Geschützplattform „Schütt“ und ein Graben, 1528 das Wertheimer Zeughaus. Nach dem Aussterben der Wertheimer 1556 gehörte die Burg ab dem frühen 17. Jahrhundert den Grafen von Erbach und von Löwenstein gemeinsam, die mit dem Johann-Casimir-Bau mehr Wohnlichkeit und Repräsentation schufen.
Im 18. Jahrhundert verlor Breuberg als Herrschaftssitz an Bedeutung. Zeitweise war in der Burg sogar eine Spielzeugfabrik untergebracht, der die Stadt 2026 eine Sonderführung gewidmet hat. 1919 verkauften die beiden Grafenhäuser die Burg an das Deutsche Jugendherbergswerk, heute gehört sie dem Land Hessen.
Die Burg liegt an der Burgstraße in 64747 Breuberg, rund 500 Meter nördlich von Neustadt. Mit dem Auto fährst du von Norden auf der B45 bis Höchst und biegst an der Ampelkreuzung links auf die K212 Richtung Neustadt ab. Nach etwa 4,5 Kilometern geht es in Breuberg-Neustadt links ab und bergauf bis zum Naturwanderparkplatz Gustavsruhe unterhalb der Burg. Rund um die Burg gibt es weitere ausgewiesene Parkplätze. Am Parkplatz Gustavsruhe beginnt auch der Burg-Breuberg-Weg, eine 6,7 Kilometer lange Rundwanderung.
Ohne Auto fährst du mit der Odenwaldbahn aus Frankfurt oder Darmstadt bis Höchst (Odw) und steigst dort in den Bus nach Breuberg-Neustadt um. Samstags, sonntags und an Feiertagen fährt die Linie 21 stündlich in rund zehn Minuten vom Bahnhof Höchst zur Haltestelle Neustadt Markt (Fahrplan 2026). Unter der Woche fahren die Linien 20 und 21. Von Neustadt Markt gehst du zu Fuß steil bergauf zur Burg. Prüfe die Verbindung vorab beim RMV, bei Bauarbeiten an der Odenwaldbahn können Ersatzbusse fahren.
Stand:
Das Außengelände ist frei zugänglich: Innenhöfe und Burggraben sind laut Stadt Breuberg so gut wie immer begehbar, der Bergfried ist tagsüber normalerweise geöffnet. Das Breuberg-Museum mit Rittersaal und Brunnen siehst du nur bei einer Führung. Die offene Führung kostet 6 Euro, für Kinder 4 Euro und für Familien 15 Euro, bezahlt wird bar (Preise 2026).
Von Mitte März bis Mitte November (2026: 14. März bis 15. November) samstags um 13.30 und 14.45 Uhr, sonntags und an hessischen Feiertagen um 13.30, 14.45 und 16 Uhr. Eine Anmeldung brauchst du nicht, Treffpunkt ist der Eingang zum Burgmuseum. Außerhalb der Saison gibt es nur Gruppenführungen nach Absprache mit der Stadtverwaltung, Telefon 06163 709-14 oder burgfuehrung@breuberg.de.
Ohne Burgführer funktioniert die Familien-Burgrallye: Ein Heft mit sieben Rätseln führt über das Außengelände bis auf den Bergfried, sie dauert etwa ein bis zwei Stunden und kostet 15 Euro pro Familie. Die Unterlagen gibt es am Kiosk der Burgschänke während deren Öffnungszeiten. Buchbar sind außerdem Kindergeburtstage mit Schatzsuche und Ritterschlag für 6- bis 12-Jährige, Führungen für Kindergärten und für Schulklassen Ritterspiele und Nachtwanderungen.
Rund um die Burg gibt es ausgewiesene Parkplätze, darunter den Naturwanderparkplatz Gustavsruhe unterhalb der Burg, den der Geo-Naturpark als Startpunkt des Burg-Breuberg-Wegs nennt. Du erreichst ihn über Höchst und die K212 nach Breuberg-Neustadt und dann bergauf. Ab den Parkplätzen gilt auf dem gesamten Burggelände ein Drohnenverbot.
Mit der Odenwaldbahn aus Frankfurt oder Darmstadt bis Höchst (Odw), dann mit dem Bus zur Haltestelle Neustadt Markt. Samstags, sonntags und an Feiertagen fährt die Linie 21 stündlich in rund zehn Minuten dorthin, unter der Woche fahren die Linien 20 und 21. Von Neustadt Markt gehst du zu Fuß steil bergauf zur Burg, die rund 500 Meter nördlich des Ortes liegt.
Ja, in der Kernburg liegt eine Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerks. Buchen kannst du direkt bei der Jugendherberge unter 06165 3403 oder über die Website des DJH. Die Räume der Jugendherberge dürfen nur Übernachtungsgäste betreten; als Tagesgast bewegst du dich im Außengelände, im Museum mit Führung und in der Burgschänke.
Freitags, samstags, sonntags und an hessischen Feiertagen von 11 bis 18 Uhr, die Küche von 11.45 bis 17.30 Uhr; freitags gibt es nur eine kleine Vesperkarte. Der Biergarten öffnet zu denselben Zeiten, reservieren kannst du dort nicht. Für die Schänke reservierst du mindestens eine Woche vorher per E-Mail an burgfuehrung@breuberg.de (Stand September 2026).
Ja, laut Stadt Breuberg sind Hunde erlaubt. Rechne damit, dass der Weg hinauf steil ist und die Führungen durch historische Räume gehen; ob dein Hund mit in die Burgschänke darf, klärst du am besten vor Ort. Drohnen sind dagegen auf dem gesamten Burggelände verboten.
Kategorie
Kultur
Burgstraße, 64747 Breuberg
Die Karte wird von OpenStreetMap geladen. Dabei wird unter anderem deine IP-Adresse übertragen.
49.8202°N, 9.0396°E
Gut zu wissen
Prüfe vor dem Start aktuelle Öffnungszeiten, Wetter und Anfahrt. Wege, Parkplätze und Zugänge können je nach Saison unterschiedlich gut erreichbar sein.
Die nächsten Termine im Umkreis, Entfernung in Luftlinie ab Ortsmitte.