Burg Hornberg steht auf einem steilen Felssporn über Neckarzimmern und ist die Burg des Götz von Berlichingen. Der Reichsritter kaufte sie 1517 und lebte hier 45 Jahre lang bis zu seinem Tod 1562. Heute gehört Hornberg zu den größten Burganlagen am Neckar: eine erhaltene Unterburg mit Museum, eine weitläufige Ruine mit Mauergängen und Zwingern, ein 33 Meter hoher Bergfried und darunter die Steillagen des Weinguts Burg Hornberg.
Für die Besichtigung solltest du 1,5 bis 3 Stunden einplanen. Wenn es schnell gehen muss, schaffst du den Rundgang in einer Stunde.
Von April bis Oktober ist Burg Hornberg täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen. Im März, November und Dezember öffnet die Burg mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr. Vom 24. Dezember bis Ende Februar ist Winterpause.
Der Eintritt kostet 7 Euro, Kinder von 6 bis 17 Jahren zahlen 5 Euro. Mit Burgführung sind es 11 beziehungsweise 9 Euro. Führungen und Themenführungen gibt es nach Voranmeldung für Gruppen ab 10 Personen. Auf eigene Faust erkundest du die Burg mit dem kostenlosen Burgführer aus dem Shop und den QR-Codes an 24 Stationen. Bezahlen kannst du bar, mit Girocard oder Kreditkarte.
Der Rundgang führt über 24 Stationen durch äußere und innere Zwinger, Mauergänge, Tore, Treppen und Innenhöfe bis in die Kernburg. Mehrere Mauerringe, Schießscharten aus verschiedenen Epochen, die Schildmauer und der Treppenturm zum Rittersaal zeigen, wie stark die Anlage befestigt war. Ruhiger wird es in der Burgkapelle, die der heiligen Odilia geweiht ist, und im Kräutergarten.
Der 33 Meter hohe Bergfried ist begehbar. Bis ganz nach oben sind es 160 Stufen, der Aufstieg ist anstrengend. Oben siehst du weit ins Neckartal, auf den Fluss, die Weinberge unterhalb der Burg und die bewaldeten Hänge auf beiden Seiten.
Im Museum in der Unterburg steht die Original-Ritterrüstung des Götz von Berlichingen. Der rund 30 Kilogramm schwere Harnisch wurde ihm auf den Leib gearbeitet und zeigt, wie groß der Ritter war. Dazu kommen ein Burgmodell im Maßstab 1:100 sowie Bücher, Schriften und Ausstellungsstücke zur Burg- und Rittergeschichte.
Die berühmte eiserne Hand ist nicht auf Hornberg zu sehen. Beide Handprothesen des Götz liegen im Museum der Götzenburg in Jagsthausen.
Götz verlor 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg seine rechte Hand und ließ sich eine eiserne Prothese anfertigen. Daher stammt sein Beiname „Ritter mit der eisernen Hand“. 1517 kaufte er Burg Hornberg für 6500 Gulden und nannte sich fortan „von Berlichingen zu Hornberg“. Auf der Burg diktierte er im Alter seine Lebensgeschichte, die Goethe als Vorlage für sein Drama „Götz von Berlichingen“ von 1773 nutzte. Der Ritter starb 1562 mit über 80 Jahren auf Hornberg.
Urkundlich erwähnt wird die Burg erstmals 1184, als die Grafen von Lauffen ihren Besitz teilten. Später gehörte sie den Herren von Dürn und ab 1259 dem Bischof von Speyer. 1612 kaufte Reinhard von Gemmingen die Burg, seine Familie besitzt sie bis heute in der zwölften Generation.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Hornberg 1634 und 1645 geplündert, im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 verwüsteten französische Truppen die Anlage. Heute ist die Oberburg eine Ruine, die Unterburg ist erhalten.
Als Navi-Adresse gibst du „Burg Hornberg 3, 74865 Neckarzimmern“ ein. Die Burg liegt an der B 27 zwischen Mosbach und Bad Wimpfen. Von der A6 fährst du über die Ausfahrt Neckarsulm rund 20 Kilometer, über Sinsheim rund 30 Kilometer.
Kostenlos parkst du oberhalb der Burg am Nordtor, dort ist auch Platz für Busse, Wohnmobile und Motorräder. Weitere Plätze gibt es am Waldparkplatz oberhalb der Hochzeitskapelle und im alten Steinbruch 100 Meter oberhalb der Burg. In der Vorburg stehen nur wenige Pkw-Plätze entlang der Burgmauer.
Der Bahnhof Neckarzimmern liegt etwa einen Kilometer von der Burg entfernt. Hier halten Züge und Stadtbahnen aus Richtung Heilbronn und Mosbach. Vom Bahnhof gehst du durch den Ort und dann bergauf zur Burg. Der Bahnhof Neckarelz ist rund vier Kilometer entfernt.
Von Heilbronn fahren die Ausflugsschiffe „Neckarbummler“ und „Fee“ nach Neckarzimmern, die Fahrt dauert etwa zweieinhalb Stunden. Von der Anlegestelle ist es ebenfalls rund ein Kilometer zu Fuß. Der Neckarsteig und der Neckartal-Radweg führen direkt an der Burg vorbei.
Hunde dürfen mit, müssen auf dem Gelände aber an der Leine bleiben. Den Kinderwagen lässt du besser im Auto: In der Burg geht es über viele Treppen und naturbelassene Wege, befestigt sind nur die Wege in der Vorburg. Behalte Kinder auf Treppen und Mauergängen im Blick.
Die Anlage ist nur teilweise barrierefrei. Mit Rollator erreichst du den Shop, den Museumsraum und Teile der Unterburg, mit dem Rollstuhl den Shop und die Unterburg von außen. Eine Toilette mit Wickelmöglichkeit ist vorhanden.
In der Vorburg liegt das Hotel-Restaurant Burg Hornberg mit einer Aussichtsterrasse über dem Neckartal. Montags und dienstags ist Ruhetag. Mittwochs und donnerstags öffnet das Restaurant ab 15 Uhr, freitags bis sonntags und an Feiertagen ab 12 Uhr. Sonn- und feiertags gibt es die große Speisekarte durchgehend.
Weinbau ist auf dem Hornberg seit 1184 urkundlich belegt. Das Weingut Burg Hornberg gilt damit als ältestes Weingut Baden-Württembergs. Auf rund zehn Hektar Steillagen wachsen Riesling, Weißburgunder, Muskateller, Traminer und Spätburgunder, gehalten von über neun Kilometern Trockenmauern. Weinproben finden im Weinberg oder im Gewölbesaal der Burg statt.
Hornberg liegt an der Burgenstraße und ist ein guter Startpunkt für eine Burgentour durchs Neckartal. Knapp vier Kilometer flussaufwärts steht Burg Guttenberg mit Burgmuseum und Deutscher Greifenwarte. Beide Burgen zusammen füllen einen Tag, wenn du eine Flugvorführung der Greifenwarte einplanst.
Flussabwärts folgen die Minneburg über Neckargerach, Schloss Zwingenberg, Burg Stolzeneck bei Eberbach, Burg Hirschhorn und die vier Burgen von Neckarsteinach. Minneburg und Stolzeneck sind derzeit gesperrt, Schloss Zwingenberg kannst du nur mit Führung besichtigen. Für einen Stadtbummel liegen die Fachwerkaltstadt von Mosbach und Bad Wimpfen mit seiner Kaiserpfalz in wenigen Autominuten.
Stand:
Von April bis Oktober ist die Burg täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen. Im März, November und Dezember öffnet sie mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr. Vom 24. Dezember bis Ende Februar ist geschlossen. Für den Besuch solltest du 1,5 bis 3 Stunden einplanen.
Erwachsene zahlen 7 Euro, Kinder von 6 bis 17 Jahren 5 Euro. Mit Burgführung kostet es 11 beziehungsweise 9 Euro. Führungen gibt es nach Voranmeldung für Gruppen ab 10 Personen. Allein gehst du mit dem kostenlosen Burgführer aus dem Shop und den QR-Codes an 24 Stationen durch die Anlage. Du kannst bar oder mit Karte zahlen.
Der kostenlose Hauptparkplatz liegt oberhalb der Burg am Nordtor, dort können auch Busse und Wohnmobile parken. Weitere Plätze gibt es am Waldparkplatz oberhalb der Hochzeitskapelle und im alten Steinbruch 100 Meter oberhalb der Burg. In der Vorburg sind nur wenige Pkw-Plätze entlang der Burgmauer. Als Navi-Adresse gibst du „Burg Hornberg 3, 74865 Neckarzimmern“ ein.
Mit Zug oder Stadtbahn bis Neckarzimmern, der Bahnhof liegt etwa einen Kilometer von der Burg entfernt. Das letzte Stück geht bergauf. Alternativ fahren die Ausflugsschiffe „Neckarbummler“ und „Fee“ in etwa zweieinhalb Stunden von Heilbronn nach Neckarzimmern. Wanderer und Radfahrer erreichen die Burg über den Neckarsteig und den Neckartal-Radweg.
Nein. Auf Hornberg siehst du im Burgmuseum die Original-Ritterrüstung des Götz, einen rund 30 Kilogramm schweren Harnisch. Die beiden eisernen Handprothesen liegen im Museum der Götzenburg in Jagsthausen. Götz lebte aber 45 Jahre auf Hornberg, diktierte hier seine Lebensgeschichte und starb 1562 auf der Burg.
Ja. Der Bergfried ist 33 Meter hoch, bis ganz nach oben sind es 160 Stufen. Der Aufstieg ist anstrengend, dafür siehst du oben weit über das Neckartal und die Weinberge unterhalb der Burg.
Hunde dürfen mit, müssen aber angeleint bleiben. Einen Kinderwagen solltest du nicht mitnehmen, weil es in der Burg viele Treppen und naturbelassene Wege gibt. Die Anlage ist nur teilweise barrierefrei: Mit Rollator erreichst du Shop, Museumsraum und Teile der Unterburg, mit dem Rollstuhl den Shop und die Unterburg von außen. Eine Toilette mit Wickelmöglichkeit ist vorhanden.
Am nächsten liegt Burg Guttenberg mit Burgmuseum und Deutscher Greifenwarte, knapp vier Kilometer flussaufwärts. Neckarabwärts folgen die Minneburg bei Neckargerach, Schloss Zwingenberg, Burg Stolzeneck bei Eberbach, Burg Hirschhorn und die vier Burgen von Neckarsteinach. Minneburg und Stolzeneck sind derzeit gesperrt. Hornberg und Guttenberg lassen sich gut an einem Tag verbinden.
Kategorie
Kultur
Burg Hornberg 3, 74865 Neckarzimmern
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