Schloss Auerbach, in der Region meist Auerbacher Schloss genannt, liegt auf dem 346 Meter hohen Auerberg über Bensheim-Auerbach. Die Burgruine mit ihren beiden Westtürmen ist von der Bergstraße aus weithin zu sehen. Oben stehst du an der Kante zwischen Rheinebene und Odenwald: Nach Westen reicht der Blick über Bensheim und die Weinberge weit in die Ebene, nach Osten beginnen die bewaldeten Höhen des Odenwalds.
Der Burghof ist frei zugänglich, Eintritt zahlst du nicht. Vom Parkplatz sind es nur wenige Hundert Meter bis zum Tor. Für Türme, Wehrgang, Schlosskiefer und Brunnen solltest du dir trotzdem eine gute Stunde nehmen.
Die Burgruine ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Ob sie auch montags und dienstags offen ist, wird unterschiedlich angegeben. Wenn du an diesen Tagen kommen willst, ruf vorher beim Schloss an: 06251 72923, besetzt montags und mittwochs bis freitags von 10 bis 17 Uhr.
Der Eintritt zur Anlage ist frei. Bezahlen musst du nur, was du buchst, etwa Rittermahle, Brunch oder andere Veranstaltungen. Gruppen können außerdem eine Schlossführung anfragen.
Weil die Anlage um 17 Uhr schließt, fällt der Sonnenuntergang nur von Anfang November bis Mitte Januar in die Öffnungszeit. Im Sommer ist der späte Nachmittag die schönste Zeit, wenn das Licht von Westen über die Rheinebene kommt. Abends bist du nur bei gebuchten Veranstaltungen wie dem Junkersmahl auf der Burg.
Gib ins Navi „Ernst-Ludwig-Promenade, 64625 Bensheim“ ein und folge ab dort der Beschilderung bergauf. Der kostenlose Parkplatz liegt etwa 100 bis 300 Meter vor dem Hoftor und bietet Platz für rund 50 Autos. Drei Busstellplätze gibt es etwa 500 Meter von der Burg entfernt. Die Postadresse des Schlosses lautet Außerhalb 2, 64625 Bensheim.
Das letzte Stück vom Parkplatz zur Burg steigt spürbar an. Mit festen Schuhen ist es auch bei Nässe gut zu gehen.
Bis zur Burg fährt kein Bus. Der nächste Bahnhof ist Bensheim-Auerbach, dort halten Regionalzüge zwischen Frankfurt und Heidelberg. Vom Bahnhof gehst du 40 bis 50 Minuten durch den Ort und den Wald bergauf.
Schöner als der direkte Weg ist der Auerbacher Schlossweg, markiert mit A1. Er beginnt in der Bachgasse in Auerbach und führt über die Weidgasse in den Wald und hinauf zur Burg. Danach geht es auf der Höhe weiter über den Gesundbrunnen, die Eremitage und die Hermann-Schäfer-Eiche ins Fürstenlager und über die Platanenallee zurück. Die Runde ist knapp 8 Kilometer lang, hat rund 350 Höhenmeter und dauert etwa drei Stunden. In der Bachgasse sind drei Parkplätze ausgeschildert.
Für eine längere Streckenwanderung eignet sich der Burgensteig Bergstraße. Von Schloss Auerbach bis zur Starkenburg in Heppenheim sind es gut 16 Kilometer mit knapp 600 Höhenmetern.
Der Anstieg vom Parkplatz ist für Rollstühle nicht geeignet. Menschen mit Behinderung dürfen nach Absprache mit dem Schloss kurz bis in den Hof fahren. Die äußere Ruine, die Scheune und die Toiletten sind barrierefrei, die Türme und die Burgschänke nicht. Hunde dürfen mit auf das Gelände.
Von den beiden Westtürmen ist der südliche seit 2007 wieder über eine Treppe begehbar. Der Wehrgang zum nördlichen Turm ist der beste Aussichtspunkt der Anlage. Von hier siehst du auf Bensheim, die Weinberge der Bergstraße und die Rheinebene, bei klarer Luft bis zum Pfälzerwald.
Auf der Burgmauer wächst eine über 300 Jahre alte Waldkiefer. Ihr Samen hat sich vermutlich kurz nach der Zerstörung von 1674 im Sandstein festgesetzt, seitdem halten sich die Wurzeln in den Mauerritzen. Weil der Baum dort kaum Wasser und Nährstoffe findet, ist er nur etwa sieben Meter hoch und wirkt wie ein großer Bonsai. Schon Zeichnungen aus dem 18. Jahrhundert zeigen die Kiefer auf der Mauer.
Im Burghof liegt ein 62 Meter tief in den Fels gehauener Brunnen. Die mächtige Schildmauer im Osten schützte die Burg zur Bergseite hin. Beim Ausbau im 14. Jahrhundert entstand außerdem eine Bastion, die als eine der frühesten in Deutschland gilt.
Die Grafen von Katzenelnbogen ließen die Burg im frühen 13. Jahrhundert errichten, urkundlich erwähnt ist sie erstmals 1247. Am 18. Oktober 1356 erschütterte ein schweres Erdbeben den Oberrheingraben, dabei stürzte der Bergfried ein. Danach wurde die Burg umfassend erneuert. 1479 kam sie mit der Grafschaft Katzenelnbogen an die Landgrafschaft Hessen.
Im Holländischen Krieg eroberten französische Truppen unter Marschall Turenne die Burg 1674 und zerstörten sie. Seitdem ist Schloss Auerbach eine Ruine. Heute gehört die Anlage zu den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen, seit 1990 gibt es wieder Gastronomie auf der Burg.
Einen täglichen Restaurantbetrieb gibt es auf der Burg derzeit nicht. Das Restaurant öffnet für Gruppen ab 20 Personen auf Anfrage, der Kiosk an einzelnen Wochenendtagen. Die aktuellen Kiosktage stehen auf der Website des Schlosses. Wenn du spontan kommst, pack am besten selbst etwas ein.
Bekannt ist Schloss Auerbach für Erlebnisgastronomie in historischer Kulisse. Beim Familien-Rittermahl am Mittag werden Kinder zu Rittern geschlagen, abends gibt es öffentliche Rittermahle und das Junkersmahl. Dazu kommen je nach Saison Gänseschmaus, Walpurgisnacht- und OpenAir-Rittermahl, Fondue-Abende sowie Grill- und Winter-Brunch.
Im Herbst 2026 stehen unter anderem Familien-Rittermahle am 4., 18. und 25. Oktober, das Junkersmahl am 17. Oktober, ein Halloween-Rittermahl am 31. Oktober und der Gänseschmaus am 14. und 21. November sowie am 12. Dezember im Kalender. Plätze buchst du vorab online oder telefonisch.
Nur rund einen Kilometer entfernt liegt der Staatspark Fürstenlager, die frühere Sommerresidenz des Hauses Hessen-Darmstadt. Auf dem Auerbacher Schlossweg verbindest du Burg und Park zu einer Runde. Die Altstadt von Zwingenberg und das Felsenmeer im Lautertal erreichst du in wenigen Autominuten, die Starkenburg in Heppenheim liegt gut sieben Kilometer südlich.
Stand:
Die Burgruine ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Für Montag und Dienstag finden sich unterschiedliche Angaben, von täglich geöffnet bis Ruhetag. Wenn du an diesen Tagen kommen möchtest, frag vorher telefonisch unter 06251 72923 nach. Rittermahle und andere Veranstaltungen finden auch außerhalb dieser Zeiten statt, dann aber nur mit Buchung.
Nein. Burghof, Türme und Wehrgang sind kostenlos zugänglich. Bezahlen musst du nur gebuchte Angebote wie Rittermahle, Brunch oder andere Veranstaltungen auf der Burg.
Direkt unterhalb der Burg gibt es einen kostenlosen Parkplatz mit rund 50 Plätzen, etwa 100 bis 300 Meter vor dem Hoftor. Ins Navi gibst du „Ernst-Ludwig-Promenade, 64625 Bensheim“ ein und folgst dann der Beschilderung. Reisebusse halten auf drei Stellplätzen rund 500 Meter von der Burg entfernt. Wenn du den Auerbacher Schlossweg läufst, parkst du unten im Ort in der Bachgasse.
Mit der Bahn bis Bensheim-Auerbach, dort halten Regionalzüge zwischen Frankfurt und Heidelberg. Einen Bus bis zur Burg gibt es nicht. Vom Bahnhof gehst du 40 bis 50 Minuten bergauf. Als Rundweg bietet sich der mit A1 markierte Auerbacher Schlossweg an, der durch den Staatspark Fürstenlager zurück in den Ort führt.
Nicht jederzeit. Einen täglichen Restaurantbetrieb gibt es derzeit nicht: Der Kiosk öffnet an einzelnen Wochenendtagen, das Restaurant für Gruppen ab 20 Personen auf Anfrage. Bekannt ist die Burg für ihre Rittermahle, das Junkersmahl, den Gänseschmaus im November und Dezember und Brunch-Termine. Diese Angebote buchst du vorab, die Termine stehen auf schloss-auerbach.de.
Nur im Winter. Die Anlage schließt um 17 Uhr, deshalb liegt der Sonnenuntergang nur von Anfang November bis Mitte Januar in der Öffnungszeit. Im Sommer ist der späte Nachmittag die beste Zeit für warmes Licht über der Rheinebene. Abends kommst du nur mit einer gebuchten Abendveranstaltung auf die Burg.
Teilweise. Die äußere Ruine, die Scheune und die Toiletten sind barrierefrei. Der Anstieg vom Parkplatz ist für Rollstühle aber nicht geeignet. Nach Absprache mit dem Schloss dürfen Menschen mit Behinderung kurz bis in den Hof fahren. Die Türme mit ihren Treppen und die Burgschänke sind nicht barrierefrei.
Die Burg entstand im frühen 13. Jahrhundert unter den Grafen von Katzenelnbogen und wird 1247 erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem Erdbeben von 1356 wurde sie im 14. Jahrhundert erneuert. Französische Truppen unter Marschall Turenne zerstörten sie 1674, seitdem ist sie eine Ruine. Die Kiefer auf der Burgmauer wächst vermutlich seit kurz nach dieser Zerstörung dort.
Kategorie
Kultur
Außerhalb 2, 64625 Bensheim
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