Mit 517 Metern ist der Melibokus der höchste Berg der hessischen Bergstraße und der Hausberg von Zwingenberg, Alsbach und Bensheim-Auerbach. Auf dem Gipfel steht ein 22 Meter hoher Aussichtsturm, von dessen Plattform der Blick weit über die Rheinebene und in den Odenwald reicht. Hinauf kommst du nur zu Fuß oder mit dem Rad, die Gipfelstraße ist für Autos gesperrt. Am Wochenende hat oben ein kleiner Erfrischungsraum geöffnet, und nur dann ist auch der Turm offen.
Der Erfrischungsraum im Sockel des Turms ist samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Den Turm kannst du nur betreten, wenn der Wirt da ist. Der Eintritt kostet 1 Euro, für Kinder 50 Cent, bezahlt wird beim Wirt. Das Geld fließt in den Erhalt des Turms. Über 90 Stufen gelangst du zur Plattform auf rund 535 Metern, Panoramatafeln helfen bei der Orientierung.
Den Erfrischungsraum bewirtschaftet seit 1991 die Familie Pelechacz, am Wochenende gibt es kleine Speisen und Getränke. Gesonderte Winterzeiten veröffentlicht der Turmverein nicht. Wenn du bei Schnee, Glätte oder Dauerregen hinaufwillst, frag vorher beim Pächter nach, ob geöffnet ist (0174 9513650). Der Turm ist über Treppen erreichbar und nicht barrierefrei.
Nach Westen öffnet sich der Oberrheingraben mit der Rheinebene, dahinter liegen die Höhen der Pfalz. Der Turmverein beschreibt den Blick von Heidelberg im Süden bis Frankfurt im Norden, nach Osten schaust du über die bewaldeten Kuppen des Odenwalds. An klaren Tagen zeichnen sich im Norden die Taunushöhen ab. Direkt unterhalb liegt nach Nordwesten die Ruine von Schloss Alsbach. Der deutlich höhere Funkturm neben dem Aussichtsturm ist nicht öffentlich zugänglich.
Der kürzeste Weg beginnt am Naturpark-Parkplatz Not-Gottes-Kapelle an der Zufahrt zum Auerbacher Schloss in Bensheim-Auerbach. Ab hier ist die Straße für Autos gesperrt. Über diesen asphaltierten Fahrweg brauchst du bergauf etwa eine Stunde, er steigt gleichmäßig an. Abwechslungsreicher ist der Rundweg Melibokusweg mit der Markierung 6, der über den Gipfel führt. Für die ganze Runde rechnet der Turmverein mit etwa eindreiviertel Stunden.
Mit Kinderwagen kommt am ehesten der asphaltierte Fahrweg infrage, der allerdings durchgehend bergauf führt. Folge nicht blind dem Navi: Manche Routenplaner schlagen eine Zufahrt bis zum Gipfel vor, die für Autos gesperrt ist. Stell dein Auto am Parkplatz ab und geh von dort zu Fuß.
Die erste Etappe des Nibelungensteigs beginnt in Zwingenberg in der Straße Auf dem Berg am Rand der Altstadt, erkennbar an einem stählernen N mit den Figuren von Siegfried und Kriemhild. Von dort geht es mit dem roten N gleich steil bergauf zum Gipfel, rund 400 Höhenmeter über dem Ort. Für den Aufstieg schlagen wir etwa anderthalb Stunden vor. Die ganze Etappe führt danach weiter durch das Felsenmeer bis Lindenfels und ist 27,6 Kilometer lang; wer sie teilen möchte, steigt in Reichenbach aus.
In Zwingenberg kannst du kostenlos an der Melibokushalle in der Melibokusstraße parken, der Einstieg liegt von dort rund 750 Meter entfernt. Auch der Park-and-Ride-Platz am Bahnhof ist kostenlos.
Von Schloss Alsbach im Norden sind es rund zwei Kilometer und etwa 260 Höhenmeter bis zum Turm, plane bergauf eine knappe Stunde ein. Die Burg ist derzeit nur eingeschränkt geöffnet. Die dritte Etappe des Alemannenwegs von Lautertal nach Zwingenberg ist 18,6 Kilometer lang und führt am Felsenmeer, am Staatspark Fürstenlager und am Auerbacher Schloss vorbei über den Melibokus. Der Burgensteig Bergstraße verläuft dagegen auf dem Comoder Weg unterhalb des Gipfels und führt nicht über den Turm.
Auch Radfahrende nutzen die steile Gipfelstraße. Nimm auf dem Fahrweg Rücksicht auf Wandernde.
Der Bahnhof Zwingenberg (Bergstraße) liegt an der Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim. Der RE 60 und die RB 68 halten jeweils stündlich, nach Frankfurt brauchst du rund eine halbe Stunde, nach Mannheim und Heidelberg etwa 40 bis 50 Minuten. Vom Bahnhof gehst du durch die Altstadt zum Einstieg des Nibelungensteigs. Aus Darmstadt fahren die Straßenbahnlinien 6 und 8 bis zur Endstation Alsbach, Am Hinkelstein, von dort führt der Weg über Schloss Alsbach auf den Gipfel. Prüfe die aktuellen Verbindungen vor der Fahrt.
Unterhalb des Turms liegt die Startrampe des Ersten Odenwälder Drachen- und Gleitschirmflieger Clubs. Sie ist ausschließlich für Hängegleiter zugelassen, nicht für Gleitschirme, und wurde 2014 erneuert. Bei westlichem bis nordwestlichem Wind starten hier Drachen mit gut 400 Metern Höhenunterschied in Richtung Rheinebene. Wenn du zuschaust, halte Abstand zum Aufbauplatz hinter der Rampe.
Der Berg besteht aus altem Tiefengestein des kristallinen Odenwalds. Der Gipfelbereich gehört zum FFH-Gebiet „Kniebrecht, Melibocus und Orbishöhe“. Auf der Kuppe wächst ein Blockwald mit Sommerlinden, Bergulmen und Bergahorn, im Frühjahr blühen Silberblatt, Lerchensporn und Gelbes Windröschen, an den Bächen lebt der Feuersalamander. Bleib auf den Wegen, verzichte auf Feuer und Lagern und lass Hunde während der Brut- und Setzzeit nicht frei laufen.
Die Landkreise Bergstraße und Darmstadt-Dieburg gehören zu den südhessischen Sperrzonen der Afrikanischen Schweinepest. Das Land Hessen bittet, Hunde im Wald an der Leine zu führen, auf den Wegen zu bleiben, Wildschweine nicht aufzuscheuchen und Tore in Wildschutzzäunen immer zu schließen (Stand Oktober 2026).
Einen ersten Aussichtsturm ließ Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt 1772 errichten. Am 13. Oktober 1772 stürzte der fast fertige Bau am Ende der Mittagspause ein, ums Leben kam niemand, und noch im selben Jahr stand ein neuer Turm. Am 27. März 1945 sprengten deutsche Soldaten ihn. Ein 1961 gegründeter Förderverein, getragen unter anderem von Bensheim, Zwingenberg und Alsbach-Hähnlein, ließ den heutigen Turm aus 13 vorgefertigten Betonringen bauen. Eingeweiht wurde er am 7. September 1966. Von 2009 bis 2011 sanierte der Melibokusturmverein ihn für 160.000 Euro.
Der Parkplatz Not-Gottes-Kapelle liegt an der Zufahrt zum Auerbacher Schloss, beide Ziele lassen sich an einem Tag verbinden, dazu der Staatspark Fürstenlager in Auerbach. Von Zwingenberg aus passt ein Bummel durch die kleine Altstadt vor oder nach dem Aufstieg. Wer weiterwandern möchte, folgt dem Nibelungensteig zum Felsenmeer im Lautertal.
Stand:
Nein. Ab dem Naturpark-Parkplatz Not-Gottes-Kapelle an der Zufahrt zum Auerbacher Schloss ist die Gipfelstraße für Autos gesperrt. Von dort gehst du über den asphaltierten Fahrweg in etwa einer Stunde hinauf.
Vom Parkplatz Not-Gottes-Kapelle brauchst du über den Fahrweg etwa eine Stunde, der Rundweg 6 über den Gipfel dauert insgesamt rund eindreiviertel Stunden. Ab Zwingenberg sind auf dem Nibelungensteig rund 400 Höhenmeter zu schaffen, wir schlagen etwa anderthalb Stunden vor.
Der Turm ist offen, wenn der Erfrischungsraum geöffnet hat: samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 1 Euro, für Kinder 50 Cent, bezahlt beim Wirt. Gesonderte Winterzeiten veröffentlicht der Turmverein nicht, bei schlechtem Wetter lohnt ein Anruf beim Pächter.
Von der Plattform blickst du über die Rheinebene bis zu den Höhen der Pfalz, nach Süden Richtung Heidelberg und nach Norden Richtung Frankfurt. Im Osten liegen die Kuppen des Odenwalds, an klaren Tagen ist im Norden der Taunus zu sehen. Direkt unterhalb siehst du Schloss Alsbach.
Am einfachsten über den Bahnhof Zwingenberg, an dem RE 60 und RB 68 stündlich halten. Von dort führt der Nibelungensteig durch die Altstadt auf den Gipfel. Aus Darmstadt fährst du mit der Straßenbahn 6 oder 8 bis Alsbach, Am Hinkelstein, und steigst über Schloss Alsbach auf.
Ja, aber an der Leine. Der Gipfel liegt in einem FFH-Schutzgebiet, und wegen der Afrikanischen Schweinepest gehört die Gegend derzeit zu den südhessischen Sperrzonen. Das Land Hessen bittet, Hunde im Wald anzuleinen und auf den Wegen zu bleiben (Stand Oktober 2026).
Er ist mit 517,4 Metern der höchste Berg der hessischen Bergstraße. An der badischen Bergstraße weiter südlich gibt es höhere Odenwaldgipfel, deshalb gilt der Superlativ nur für den hessischen Abschnitt.
Kategorie
Aussicht
Parkplatz Not-Gottes-Kapelle, Zufahrt zum Auerbacher Schloss, 64625 Bensheim-Auerbach
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