GeschichteDer hölzerne Limeswachturm bei Vielbrunn macht eine römische Grenzanlage anschaulich, von der andernorts oft nur Fundamente zu sehen sind. Er steht beim Segelfluggelände an der Straße Richtung Lützelbach. Als kurzer Halt passt er zu einem Ausflug rund um Michelstadt oder zu einer Tour auf den Spuren der Römer.
Der heutige Turm wurde 2010 errichtet. Er veranschaulicht die Bauform eines frühen römischen Holzwachturms und liegt nahe der historischen Turmstelle Wp 10/15. Diese Bezeichnung ist die archäologische Nummer des Wachtpostens.
Vielbrunn gehört zur älteren Odenwaldlinie des Limes. Dieser Abschnitt besitzt keinen UNESCO-Welterbestatus. Wer antike Originalreste sehen möchte, kann den Nachbau mit dem Kastell und Römerbad bei Würzberg vergleichen. So wird der Unterschied zwischen erhaltenem Befund und einer Rekonstruktion verständlich.
Für Turm und Informationstafeln empfehlen wir etwa 30 bis 45 Minuten. Die regulären Besuchszeiten sind samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Bei schlechtem Wetter bleibt der Turm geschlossen. Prüfe die Angaben des örtlichen Heimat- und Touristikvereins, wenn die Innenbesichtigung der Hauptgrund deiner Fahrt ist.
Führungen lassen sich über die Touristinformation Michelstadt anfragen. Für einen anschließenden Spaziergang bietet sich der Limeswanderweg an. Plane dafür zusätzliche Zeit und zum Wetter passende Schuhe ein.
Das Kastell Würzberg mit seinem Badegebäude ergänzt den Besuch um erhaltene Grundmauern. Die Haselburg bei Höchst zeigt dagegen das Leben auf einem römischen Gutshof. Zwischen den Orten liegen Fahrstrecken; wähle für einen entspannten Tag lieber zwei Stationen und lasse Zeit für den Aufenthalt.
Stand:
Kategorie
Geschichte
Anfahrt
Am Segelfluggelände, L 3349 Richtung Lützelbach, 64720 Michelstadt-Vielbrunn
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