Blick über die Hügel des Odenwalds
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Odenwald-Karte: Teilregionen, Berge, Landkreise und wo der Odenwald genau liegt

Zuletzt aktualisiert: 2026-09-17

Zusammenfassung

Der Odenwald ist ein rund 2.500 Quadratkilometer großes Mittelgebirge zwischen Bergstraße im Westen, Main im Nordosten und Neckar im Süden. Der größte Teil liegt in Hessen (Hessischer Odenwald mit Odenwaldkreis und Kreis Bergstraße), der Süden in Baden-Württemberg (Badischer Odenwald mit Neckar-Odenwald-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis), der Nordosten in Bayern (Bayerischer Odenwald im Landkreis Miltenberg). Südlich des Neckars liegt der Kleine Odenwald bis zum Königstuhl bei Heidelberg. Höchster Berg ist der Katzenbuckel mit 626,8 Metern. Geologisch teilt sich das Gebirge in den Kristallinen Vorderen Odenwald im Westen und den Buntsandstein-Odenwald im Osten.

Der Odenwald in Zahlen

MerkmalDetails
FlächeRund 2.500 Quadratkilometer Naturraum; der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald umfasst mit Ried und Bauland rund 3.800 Quadratkilometer
GrenzenBergstraße im Westen (rund 65 Kilometer von Darmstadt bis Wiesloch), Main im Nordosten (33 Kilometer Grenze zum Spessart), Neckar im Süden, Bauland im Osten
BundesländerHessen (größter Teil), Baden-Württemberg (Süden), Bayern (Nordosten)
LandkreiseOdenwaldkreis (ganz im Odenwald), Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Rhein-Neckar-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis, Miltenberg; Randanteile Aschaffenburg, Main-Tauber und Stadt Heidelberg
Höchster BergKatzenbuckel, 626,8 Meter, ein erloschener Vulkan bei Waldbrunn
GeologieKristalliner Vorderer Odenwald (Granit, Gneis, Diorit) im Westen, Buntsandstein-Odenwald im Osten, Grenze am Wegscheidekamm bei Mossautal
HauptflüsseMümling, Weschnitz, Gersprenz, Elz, Itter, Erf und Mud entwässern zu Main, Rhein und Neckar

Odenwald-Karte: Der gesamte Naturraum im Überblick

Der Ausschnitt reicht von Darmstadt im Norden bis Wiesloch und Mosbach im Süden und von der Bergstraße bis zum Main bei Miltenberg. Zoome in die Karte, um Orte, Täler und Wanderwege zu sehen; die Teilregionen sind darunter beschrieben.

Die Karte wird von OpenStreetMap geladen. Dabei wird unter anderem deine IP-Adresse übertragen.

Teilregionen

Hessischer, Badischer, Bayerischer und Kleiner Odenwald

Nach Bundesland: die drei Odenwälder

Die Namen Hessischer, Badischer und Bayerischer Odenwald sind politische Zuordnungen, keine Landschaftsgrenzen. Sie helfen aber, Tourismusportale, Landkreise und Zuständigkeiten auseinanderzuhalten.

Odenwaldkreis, Kreis Bergstraße, Darmstadt-Dieburg

Hessischer Odenwald

Der größte Teil des Gebirges: das Mümlingtal mit Erbach, Michelstadt, Bad König und Breuberg, der Vordere Odenwald mit Lindenfels und Lautertal, der Überwald um Wald-Michelbach und der Nordrand bei Modautal und Otzberg.

Sehenswert
Felsenmeer Lautertal, Burg Breuberg, Veste Otzberg, Kaiserturm auf der Neunkircher Höhe, Michelstädter Rathaus
Tourismus
Odenwald Tourismus GmbH in Michelstadt, bergstrasse-odenwald.de

Der Odenwaldkreis ist der einzige Landkreis, der vollständig im Odenwald liegt; sein höchster Punkt ist der Kohlwald mit 560 Metern.

Neckar-Odenwald-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg

Badischer Odenwald

Der Süden mit dem Neckartal von Neckargemünd über Hirschhorn und Eberbach bis Mosbach, dem Winterhauch um den Katzenbuckel, dem Kleinen Odenwald und dem Übergang ins Bauland bei Buchen und Walldürn.

Sehenswert
Katzenbuckel, Margarethenschlucht, Bergfeste Dilsberg, Burg Hornberg, Tropfsteinhöhle Eberstadt, Odenwald-Limes
Tourismus
Touristikgemeinschaft Odenwald in Mosbach, tg-odenwald.de

Katzenbuckel, Margarethenschlucht und Eberstadter Tropfsteinhöhle liegen alle hier.

Landkreis Miltenberg, Unterfranken

Bayerischer Odenwald

Der Nordosten südlich und westlich des Mains: Amorbach, Kirchzell, Schneeberg, Weilbach und die Mainorte Miltenberg und Bürgstadt. Fränkisch geprägt mit Bildstöcken, Zwiebeltürmen und Brautradition.

Sehenswert
Fürstliche Abtei Amorbach, Templerhaus Amorbach, Burg Wildenberg bei Kirchzell, Altstadt Miltenberg mit Mildenburg
Tourismus
Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Odenwald in Amorbach, bayerischer-odenwald.de

Höchster Punkt ist der Kolli bei Kirchzell mit 547 Metern; das Maintal bildet die Grenze zum Spessart.

Nach Landschaft: Vorderer, Hinterer und Kleiner Odenwald

Diese Einteilung folgt dem Gestein und den Flüssen. Sie erklärt, warum der Westen Granitkuppen und Wein hat und der Osten rote Sandsteinhochflächen.

Zwischen Bergstraße und Wegscheidekamm, rund 590 Quadratkilometer

Vorderer oder Kristalliner Odenwald

Grundgebirge aus Gneis, Granit, Diorit und Gabbro mit Kuppen wie Melibokus, Felsberg, Neunkircher Höhe, Krehberg und Tromm; dazwischen Weschnitztal und Gersprenztal.

Hier liegt das Felsenmeer; die Bergstraße ist die Bruchkante zum Oberrheingraben.

Östlich des Wegscheidekamms bis Main und Bauland, rund 1.800 Quadratkilometer

Hinterer oder Buntsandstein-Odenwald

Hochflächen aus rotem Buntsandstein mit tief eingeschnittenen Tälern: Mümlingtal, Winterhauch mit Katzenbuckel, Odenwald-Neckartal, Mudtal und Erfatal.

Die Schluchten am Neckar und die Solardraisine im Überwald gehören zu diesem Teil.

Südlich des Neckars zwischen Heidelberg, Neckargemünd und Waibstadt

Kleiner Odenwald

Der vom Neckar abgetrennte Südteil bis 570 Meter Höhe, mit Bammental, Gaiberg, Wiesenbach, Lobbach, Schönbrunn, Neunkirchen, Aglasterhausen und Schwarzach. Geht nach Süden in den Kraichgau über.

Sehenswert
Königstuhl mit Bergbahn, Bergfeste Dilsberg, Altstadt Neckargemünd, Ochsenkopf-Aussicht

Höchster Punkt ist der Königstuhl bei Heidelberg; der Neckarsteig startet hier am Schloss.

Streifen am Westrand von Darmstadt bis Wiesloch, 120 bis 220 Meter hoch

Bergstraße

Naturräumlich gehört die Bergstraße zum Oberrheintiefland, nicht zum Odenwald. Wein- und Obstbau mit rund 1.500 Sonnenstunden, Burgen und Schlösser am Hang.

Die Wetterscheide: hier blüht es zwei Wochen früher als im Odenwald dahinter.

Die höchsten Berge des Odenwalds

Höhen in Metern über Normalhöhennull nach Wikipedia. Der Odenwald hat keine Gipfel über 630 Meter; viele Höhen tragen Aussichtstürme.

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Die höchsten Berge des Odenwalds
BergHöheTeilregionLage und Besonderheit
Katzenbuckel626,8 mBadischer Odenwald, WinterhauchWaldbrunn; erloschener Vulkan mit Aussichtsturm von 1820 und Steinbruchsee
Neunkircher Höhe605,0 mHessischer Odenwald, Vorderer OdenwaldModautal und Lautertal; Kaiserturm von 1907, höchster Berg im hessischen Teil
Hardberg593,1 mHessischer Odenwald, ÜberwaldAbtsteinach; bewaldeter Rücken über dem Ulfenbachtal
Stiefelhöhe587,4 mÜberwald, LandesgrenzeUnter-Abtsteinach; auf der Grenze zwischen Hessen und Baden-Württemberg
Markgrafenwald584,5 mBadischer Odenwald, WinterhauchWaldbrunn-Mülben
Hart580,8 mBadischer OdenwaldMudau-Reisenbach
Tromm576,8 mHessischer Odenwald, Vorderer OdenwaldBergrücken östlich des Weschnitztals mit Irene-Turm
Krehberg575,7 mHessischer Odenwald, Vorderer OdenwaldLindenfels-Seidenbuch; Sendeturm
Königstuhl570,3 mKleiner OdenwaldHeidelberg; höchster Berg des Kleinen Odenwalds, Bergbahn ab Schloss
Kohlwald560,4 mHessischer OdenwaldHöchster Punkt des Odenwaldkreises
Hohe Warte551,3 mBadischer Odenwald, NeckartalEberbach
Weißer Stein548,9 mKleiner Odenwald / BergstraßeDossenheim bei Heidelberg; Aussichtsturm von 1906
Der Kolli547 mBayerischer OdenwaldKirchzell; höchster Berg im bayerischen Teil
Waldskopf538 mHessischer OdenwaldBirkenau-Löhrbach
Melibokus517,4 mBergstraße / Vorderer OdenwaldZwingenberg; Hausberg der Bergstraße mit Aussichtsturm
Felsberg514 mVorderer OdenwaldLautertal-Reichenbach; Felsenmeer und Ohlyturm
Lärmfeuer501,7 mWegscheidekammMossautal; markiert die Grenze zwischen Vorderem und Buntsandstein-Odenwald

Flüsse und Täler des Odenwalds

Die Täler gliedern den Odenwald stärker als die Berge. Längen und Höhen nach Wikipedia, gerundet.

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Flüsse und Täler des Odenwalds
FlussLängeQuelleMündungTal
Mümlingrund 50 kmZwölf-Röhren-Brunnen in Beerfelden, 400 mMain bei ObernburgMümlingtal mit Erbach, Michelstadt, Bad König, Höchst
Weschnitzrund 60 kmGrasellenbach-Hammelbach, 455 mRhein bei BiblisWeschnitztal mit Fürth, Rimbach, Mörlenbach, Birkenau, Weinheim
Gersprenz51 kmZusammenfluss bei Reichelsheim-BockenrodMain bei StockstadtGersprenztal mit Reichelsheim, Fränkisch-Crumbach, Brensbach
Elz40 kmBei Oberscheidental, 540 mNeckar bei Mosbach-NeckarelzElztal im Badischen Odenwald
Itter28 kmWürzberg, 510 mNeckar bei EberbachIttertal mit Hesseneck und Eberbach
Ulfenbach29 kmBei Grasellenbach, 415 mÜber Laxbach in den Neckar bei HirschhornUlfenbachtal im Überwald
Steinach22 kmNördlich von Ober-AbtsteinachNeckar bei NeckarsteinachSteinachtal
Erfrund 41 kmGemeinde Ahorn, Baden-WürttembergMain bei BürgstadtErfatal; bildet oberhalb Miltenberg die Grenze zum Spessart
Mud25 kmWestlich von Mudau, 500 mMain bei MiltenbergMudtal mit Amorbach

Wo der Odenwald auf der Karte liegt

Der Odenwald liegt südlich von Darmstadt und nordöstlich von Heidelberg, zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Im Westen fällt er an der Bergstraße steil in die Rheinebene ab; diese Kante läuft rund 65 Kilometer von Darmstadt-Eberstadt bis Wiesloch. Im Nordosten bildet der Main auf 33 Kilometern zwischen Großwallstadt und Bürgstadt die Grenze zum Spessart, oberhalb von Miltenberg übernimmt der Fluss Erf diese Rolle bis Hardheim. Im Süden durchbricht der Neckar das Gebirge; jenseits des Flusses liegt der Kleine Odenwald. Im Osten geht der Sandstein entlang der Bundesstraße 27 zwischen Walldürn, Buchen und Mosbach in die Muschelkalk-Landschaft des Baulands über.

Mit rund 2.500 Quadratkilometern ist der Odenwald etwa so groß wie das Saarland. Er gehört zu drei Bundesländern: Der größte Teil liegt in Hessen, der Süden in Baden-Württemberg und der Nordosten in Bayern. Eine kurze Antwort auf die Frage steht auch auf der Seite Wo liegt der Odenwald?.

Hessischer Odenwald: Mümlingtal, Vorderer Odenwald und Überwald

Der hessische Teil umfasst den kompletten Odenwaldkreis, den östlichen Kreis Bergstraße und den Südrand des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Der Odenwaldkreis mit 624 Quadratkilometern und rund 93.000 Einwohnern ist der einzige Landkreis, der ganz im Odenwald liegt; Kreisstadt ist Erbach, die Mümling seine Lebensader. Im Kreis Bergstraße liegen der Vordere Odenwald mit Lindenfels, Lautertal und dem Felsenmeer sowie der Überwald mit Wald-Michelbach, Grasellenbach und Abtsteinach. Ganz im Norden reichen Modautal, Fischbachtal und Otzberg bis an den Rand von Darmstadt.

Für die Tourismuswerbung arbeiten die hessischen Kommunen mit der Odenwald Tourismus GmbH in Michelstadt, die sechs Regionen bewirbt: Bergstraße, Vorderer Odenwald, Munteres Mümlingtal, Neckartal, Darmstadt-Dieburg und Bayerischer Odenwald. Was der Vordere Odenwald ausmacht, erklärt der Guide zum Vorderen Odenwald; die Orte im Mümlingtal findest du bei Michelstadt, Erbach, Bad König und Höchst.

Badischer Odenwald: Neckartal, Winterhauch und Bauland-Rand

Südlich der Landesgrenze beginnt der Badische Odenwald. Der Neckar-Odenwald-Kreis mit Kreisstadt Mosbach vereint drei Landschaften: den bewaldeten Sandstein-Odenwald um Katzenbuckel und Winterhauch, das Neckartal und das offene Bauland um Buchen, Walldürn, Adelsheim und Osterburken. Der Rhein-Neckar-Kreis steuert das untere Neckartal mit Neckargemünd, Neckarsteinach und Hirschhorn, den Kleinen Odenwald und die badische Bergstraße von Weinheim bis Heidelberg bei. Eberbach mit seinen Neckarsteig-Etappen liegt genau an der Nahtstelle beider Kreise.

Zuständig für die Werbung ist die Touristikgemeinschaft Odenwald in Mosbach. Ihre Themen sind Neckarsteig, Odenwald-Madonnen-Radweg und Römerpfade. Die Burgen am Fluss stellt der Guide Burgen und Schlösser im Neckartal vor, den Ausgangspunkt Mosbach die Stadtseite Mosbach.

Bayerischer Odenwald: fränkisch geprägt am Main

Der bayerische Anteil ist der kleinste, aber der eigenständigste. Er liegt im Landkreis Miltenberg südlich und westlich des Mains; nordöstlich des Flusses beginnt der Spessart. Amorbach ist die einzige Stadt, die nicht im Maintal liegt, und zugleich Sitz der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Odenwald, der auch Kirchzell, Schneeberg, Weilbach, Laudenbach und Rüdenau angehören. Miltenberg und Bürgstadt liegen am Odenwald-Ufer des Mains. Der Kolli bei Kirchzell ist mit 547 Metern der höchste Punkt.

Der Charakter ist fränkisch: Bildstöcke am Wegrand, Zwiebeltürme, Buntsandstein-Fachwerk, Brauereien und Brennereien. Sehenswert sind die Fürstliche Abtei Amorbach, das Templerhaus, die Burg Wildenberg bei Kirchzell, auf der Wolfram von Eschenbach am Parzival geschrieben haben soll, und die Altstadt von Miltenberg mit der Mildenburg. Die Feste der Gegend stehen im Guide zur Michaelismesse Miltenberg.

Kleiner Odenwald: der Süden jenseits des Neckars

Der Kleine Odenwald ist kein Verkleinerungsname, sondern eine eigene Landschaft: der bis 570 Meter hohe Teil des Gebirges südlich des Neckars zwischen Heidelberg, Neckargemünd, Eberbach und dem Kraichgau. Der Fluss trennt ihn vom Hauptkamm; nach Süden geht der Buntsandstein bei Reichartshausen, Waibstadt und Eschelbronn in den Muschelkalk des Kraichgaus über. Dazu gehören Bammental, Gaiberg, Wiesenbach, Lobbach, Schönbrunn, Neunkirchen, Aglasterhausen und Schwarzach; Meckesheim, Neckarbischofsheim und Waibstadt liegen am Südrand.

Höchster Punkt ist der Königstuhl über Heidelberg, erreichbar mit der Bergbahn vom Schloss. Vom Dilsberg, einer Bergfeste über dem Neckar, blickt man über den ganzen Kleinen Odenwald. Der Neckarsteig beginnt am Heidelberger Schloss und führt in seiner zweiten Etappe über den Dilsberg nach Neckarsteinach; Details stehen im Guide Neckarsteig: neun Etappen. Was Heidelberg mit dem Odenwald zu tun hat, klärt die Seite Ist Heidelberg im Odenwald?.

Vorderer und Hinterer Odenwald: die geologische Grenze

Die wichtigste Linie auf der Odenwald-Karte ist keine Landesgrenze, sondern der Wegscheidekamm, der von Mossautal über das Lärmfeuer nach Süden zieht. Westlich davon liegt der Vordere oder Kristalline Odenwald, rund 590 Quadratkilometer aus Granit, Gneis, Diorit und Gabbro, die vor rund 340 Millionen Jahren tief in der Erdkruste entstanden. Seine Kuppen heißen Melibokus, Felsberg, Neunkircher Höhe, Krehberg und Tromm; das Felsenmeer ist sein bekanntestes Geotop.

Östlich des Kamms beginnt der Hintere oder Buntsandstein-Odenwald mit rund 1.800 Quadratkilometern. Seine roten Sandsteinhochflächen sind vor rund 250 Millionen Jahren aus Flussablagerungen entstanden; Bäche haben sie zu Schluchten wie der Wolfsschlucht und der Margarethenschlucht eingeschnitten. Der Katzenbuckel ist ein junger Vulkan mitten im Sandstein. Warum der Odenwald so aufgebaut ist und wo du die Geologie sehen kannst, erklärt der Guide zum Geopark Odenwald.

Welche Karte du für den Odenwald brauchst

Kostenlos und amtlich sind die topografischen Karten der Landesvermessung: Das Geoportal Hessen zeigt die Digitale Topographische Karte 1:25.000 samt historischen Blättern seit 1900, das Geoportal Baden-Württemberg die Topographische Freizeitkarte 1:25.000 mit Wanderwegen. Für die Tourenplanung reicht meist OpenStreetMap, in dem die Wege des Odenwaldklubs erfasst sind; GPX-Tracks für über 1.000 Rundwege bietet der Geo-Naturpark kostenlos an.

Gedruckt sind die 21 Wanderkarten im Maßstab 1:20.000 die Referenz. Geo-Naturpark, Naturpark Neckartal-Odenwald und Odenwaldklub geben sie gemeinsam heraus; sie kosten sieben bis neun Euro pro Blatt und zeigen alle Geopunkte. Wer den ganzen Odenwald auf einer Karte will, nimmt das Kompass-Set 827 im Maßstab 1:50.000 oder die Rad- und Wanderkarten von Publicpress in Nord und Süd. Wie du Karten, GPX und Wegmarkierungen in der Praxis kombinierst, steht im Guide Wandern im Odenwald.

Häufig gestellte Fragen

Zu welchem Bundesland gehört der Odenwald?
Zu drei Bundesländern: Der größte Teil liegt in Hessen, der Süden mit Neckartal und Kleinem Odenwald in Baden-Württemberg, der Nordosten um Amorbach und Miltenberg in Bayern.
Was ist der Kleine Odenwald?
Der Teil des Odenwalds südlich des Neckars zwischen Heidelberg, Neckargemünd und dem Kraichgau. Er ist bis 570 Meter hoch, höchster Punkt ist der Königstuhl. Gemeinden sind unter anderem Bammental, Gaiberg, Wiesenbach, Lobbach, Schönbrunn, Neunkirchen und Aglasterhausen.
Was ist der Bayerische Odenwald?
Der Odenwald-Anteil des Landkreises Miltenberg südlich und westlich des Mains. Amorbach, Kirchzell, Schneeberg, Weilbach, Miltenberg und Bürgstadt gehören dazu; der Kolli bei Kirchzell ist mit 547 Metern der höchste Punkt. Nordöstlich des Mains beginnt der Spessart.
Was ist der Hessische Odenwald?
Der hessische Teil des Gebirges mit dem Odenwaldkreis, dem östlichen Kreis Bergstraße und dem Südrand von Darmstadt-Dieburg. Dazu gehören das Mümlingtal mit Erbach und Michelstadt, der Vordere Odenwald mit dem Felsenmeer und der Überwald um Wald-Michelbach.
Wie hoch ist der Odenwald?
Der höchste Berg ist der Katzenbuckel bei Waldbrunn mit 626,8 Metern, gefolgt von der Neunkircher Höhe mit 605 Metern und dem Hardberg mit 593 Metern. Im bayerischen Teil ist der Kolli mit 547 Metern der höchste Punkt, im Kleinen Odenwald der Königstuhl mit 570 Metern.
Welche Städte gehören zum Odenwald?
Erbach, Michelstadt, Bad König, Breuberg, Oberzent und Lindenfels in Hessen; Eberbach, Hirschhorn, Neckargemünd, Mosbach, Buchen und Walldürn in Baden-Württemberg; Amorbach und Miltenberg in Bayern. Darmstadt, Bensheim, Heppenheim, Weinheim und Heidelberg liegen am Rand an der Bergstraße.
Wo bekomme ich eine Wanderkarte vom Odenwald?
Die Wanderkarten 1:20.000 von Geo-Naturpark, Naturpark Neckartal-Odenwald und Odenwaldklub gibt es in Tourist-Informationen, im Wanderladen des Odenwaldklubs und im Shop des Geo-Naturparks für sieben bis neun Euro. Kostenlos sind die amtlichen Karten in den Geoportalen von Hessen und Baden-Württemberg sowie GPX-Tracks des Geo-Naturparks.