Der Odenwald ist ein rund 2.500 Quadratkilometer großes Mittelgebirge zwischen Bergstraße im Westen, Main im Nordosten und Neckar im Süden. Der größte Teil liegt in Hessen (Hessischer Odenwald mit Odenwaldkreis und Kreis Bergstraße), der Süden in Baden-Württemberg (Badischer Odenwald mit Neckar-Odenwald-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis), der Nordosten in Bayern (Bayerischer Odenwald im Landkreis Miltenberg). Südlich des Neckars liegt der Kleine Odenwald bis zum Königstuhl bei Heidelberg. Höchster Berg ist der Katzenbuckel mit 626,8 Metern. Geologisch teilt sich das Gebirge in den Kristallinen Vorderen Odenwald im Westen und den Buntsandstein-Odenwald im Osten.
Der Odenwald in Zahlen
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Fläche | Rund 2.500 Quadratkilometer Naturraum; der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald umfasst mit Ried und Bauland rund 3.800 Quadratkilometer |
| Grenzen | Bergstraße im Westen (rund 65 Kilometer von Darmstadt bis Wiesloch), Main im Nordosten (33 Kilometer Grenze zum Spessart), Neckar im Süden, Bauland im Osten |
| Bundesländer | Hessen (größter Teil), Baden-Württemberg (Süden), Bayern (Nordosten) |
| Landkreise | Odenwaldkreis (ganz im Odenwald), Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Rhein-Neckar-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis, Miltenberg; Randanteile Aschaffenburg, Main-Tauber und Stadt Heidelberg |
| Höchster Berg | Katzenbuckel, 626,8 Meter, ein erloschener Vulkan bei Waldbrunn |
| Geologie | Kristalliner Vorderer Odenwald (Granit, Gneis, Diorit) im Westen, Buntsandstein-Odenwald im Osten, Grenze am Wegscheidekamm bei Mossautal |
| Hauptflüsse | Mümling, Weschnitz, Gersprenz, Elz, Itter, Erf und Mud entwässern zu Main, Rhein und Neckar |
Odenwald-Karte: Der gesamte Naturraum im Überblick
Der Ausschnitt reicht von Darmstadt im Norden bis Wiesloch und Mosbach im Süden und von der Bergstraße bis zum Main bei Miltenberg. Zoome in die Karte, um Orte, Täler und Wanderwege zu sehen; die Teilregionen sind darunter beschrieben.
Die Karte wird von OpenStreetMap geladen. Dabei wird unter anderem deine IP-Adresse übertragen.
Teilregionen
Hessischer, Badischer, Bayerischer und Kleiner Odenwald
Nach Bundesland: die drei Odenwälder
Die Namen Hessischer, Badischer und Bayerischer Odenwald sind politische Zuordnungen, keine Landschaftsgrenzen. Sie helfen aber, Tourismusportale, Landkreise und Zuständigkeiten auseinanderzuhalten.
Odenwaldkreis, Kreis Bergstraße, Darmstadt-Dieburg
Hessischer Odenwald
Der größte Teil des Gebirges: das Mümlingtal mit Erbach, Michelstadt, Bad König und Breuberg, der Vordere Odenwald mit Lindenfels und Lautertal, der Überwald um Wald-Michelbach und der Nordrand bei Modautal und Otzberg.
- Sehenswert
- Felsenmeer Lautertal, Burg Breuberg, Veste Otzberg, Kaiserturm auf der Neunkircher Höhe, Michelstädter Rathaus
- Tourismus
- Odenwald Tourismus GmbH in Michelstadt, bergstrasse-odenwald.de
Der Odenwaldkreis ist der einzige Landkreis, der vollständig im Odenwald liegt; sein höchster Punkt ist der Kohlwald mit 560 Metern.
Neckar-Odenwald-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg
Badischer Odenwald
Der Süden mit dem Neckartal von Neckargemünd über Hirschhorn und Eberbach bis Mosbach, dem Winterhauch um den Katzenbuckel, dem Kleinen Odenwald und dem Übergang ins Bauland bei Buchen und Walldürn.
- Sehenswert
- Katzenbuckel, Margarethenschlucht, Bergfeste Dilsberg, Burg Hornberg, Tropfsteinhöhle Eberstadt, Odenwald-Limes
- Tourismus
- Touristikgemeinschaft Odenwald in Mosbach, tg-odenwald.de
Katzenbuckel, Margarethenschlucht und Eberstadter Tropfsteinhöhle liegen alle hier.
Landkreis Miltenberg, Unterfranken
Bayerischer Odenwald
Der Nordosten südlich und westlich des Mains: Amorbach, Kirchzell, Schneeberg, Weilbach und die Mainorte Miltenberg und Bürgstadt. Fränkisch geprägt mit Bildstöcken, Zwiebeltürmen und Brautradition.
- Sehenswert
- Fürstliche Abtei Amorbach, Templerhaus Amorbach, Burg Wildenberg bei Kirchzell, Altstadt Miltenberg mit Mildenburg
- Tourismus
- Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Odenwald in Amorbach, bayerischer-odenwald.de
Höchster Punkt ist der Kolli bei Kirchzell mit 547 Metern; das Maintal bildet die Grenze zum Spessart.
Nach Landschaft: Vorderer, Hinterer und Kleiner Odenwald
Diese Einteilung folgt dem Gestein und den Flüssen. Sie erklärt, warum der Westen Granitkuppen und Wein hat und der Osten rote Sandsteinhochflächen.
Zwischen Bergstraße und Wegscheidekamm, rund 590 Quadratkilometer
Vorderer oder Kristalliner Odenwald
Grundgebirge aus Gneis, Granit, Diorit und Gabbro mit Kuppen wie Melibokus, Felsberg, Neunkircher Höhe, Krehberg und Tromm; dazwischen Weschnitztal und Gersprenztal.
Hier liegt das Felsenmeer; die Bergstraße ist die Bruchkante zum Oberrheingraben.
Östlich des Wegscheidekamms bis Main und Bauland, rund 1.800 Quadratkilometer
Hinterer oder Buntsandstein-Odenwald
Hochflächen aus rotem Buntsandstein mit tief eingeschnittenen Tälern: Mümlingtal, Winterhauch mit Katzenbuckel, Odenwald-Neckartal, Mudtal und Erfatal.
Die Schluchten am Neckar und die Solardraisine im Überwald gehören zu diesem Teil.
Südlich des Neckars zwischen Heidelberg, Neckargemünd und Waibstadt
Kleiner Odenwald
Der vom Neckar abgetrennte Südteil bis 570 Meter Höhe, mit Bammental, Gaiberg, Wiesenbach, Lobbach, Schönbrunn, Neunkirchen, Aglasterhausen und Schwarzach. Geht nach Süden in den Kraichgau über.
- Sehenswert
- Königstuhl mit Bergbahn, Bergfeste Dilsberg, Altstadt Neckargemünd, Ochsenkopf-Aussicht
Höchster Punkt ist der Königstuhl bei Heidelberg; der Neckarsteig startet hier am Schloss.
Streifen am Westrand von Darmstadt bis Wiesloch, 120 bis 220 Meter hoch
Bergstraße
Naturräumlich gehört die Bergstraße zum Oberrheintiefland, nicht zum Odenwald. Wein- und Obstbau mit rund 1.500 Sonnenstunden, Burgen und Schlösser am Hang.
Die Wetterscheide: hier blüht es zwei Wochen früher als im Odenwald dahinter.
Die höchsten Berge des Odenwalds
Höhen in Metern über Normalhöhennull nach Wikipedia. Der Odenwald hat keine Gipfel über 630 Meter; viele Höhen tragen Aussichtstürme.
Wische in der Tabelle seitlich, um alle Spalten zu lesen.
| Berg | Höhe | Teilregion | Lage und Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Katzenbuckel | 626,8 m | Badischer Odenwald, Winterhauch | Waldbrunn; erloschener Vulkan mit Aussichtsturm von 1820 und Steinbruchsee |
| Neunkircher Höhe | 605,0 m | Hessischer Odenwald, Vorderer Odenwald | Modautal und Lautertal; Kaiserturm von 1907, höchster Berg im hessischen Teil |
| Hardberg | 593,1 m | Hessischer Odenwald, Überwald | Abtsteinach; bewaldeter Rücken über dem Ulfenbachtal |
| Stiefelhöhe | 587,4 m | Überwald, Landesgrenze | Unter-Abtsteinach; auf der Grenze zwischen Hessen und Baden-Württemberg |
| Markgrafenwald | 584,5 m | Badischer Odenwald, Winterhauch | Waldbrunn-Mülben |
| Hart | 580,8 m | Badischer Odenwald | Mudau-Reisenbach |
| Tromm | 576,8 m | Hessischer Odenwald, Vorderer Odenwald | Bergrücken östlich des Weschnitztals mit Irene-Turm |
| Krehberg | 575,7 m | Hessischer Odenwald, Vorderer Odenwald | Lindenfels-Seidenbuch; Sendeturm |
| Königstuhl | 570,3 m | Kleiner Odenwald | Heidelberg; höchster Berg des Kleinen Odenwalds, Bergbahn ab Schloss |
| Kohlwald | 560,4 m | Hessischer Odenwald | Höchster Punkt des Odenwaldkreises |
| Hohe Warte | 551,3 m | Badischer Odenwald, Neckartal | Eberbach |
| Weißer Stein | 548,9 m | Kleiner Odenwald / Bergstraße | Dossenheim bei Heidelberg; Aussichtsturm von 1906 |
| Der Kolli | 547 m | Bayerischer Odenwald | Kirchzell; höchster Berg im bayerischen Teil |
| Waldskopf | 538 m | Hessischer Odenwald | Birkenau-Löhrbach |
| Melibokus | 517,4 m | Bergstraße / Vorderer Odenwald | Zwingenberg; Hausberg der Bergstraße mit Aussichtsturm |
| Felsberg | 514 m | Vorderer Odenwald | Lautertal-Reichenbach; Felsenmeer und Ohlyturm |
| Lärmfeuer | 501,7 m | Wegscheidekamm | Mossautal; markiert die Grenze zwischen Vorderem und Buntsandstein-Odenwald |
Flüsse und Täler des Odenwalds
Die Täler gliedern den Odenwald stärker als die Berge. Längen und Höhen nach Wikipedia, gerundet.
Wische in der Tabelle seitlich, um alle Spalten zu lesen.
| Fluss | Länge | Quelle | Mündung | Tal |
|---|---|---|---|---|
| Mümling | rund 50 km | Zwölf-Röhren-Brunnen in Beerfelden, 400 m | Main bei Obernburg | Mümlingtal mit Erbach, Michelstadt, Bad König, Höchst |
| Weschnitz | rund 60 km | Grasellenbach-Hammelbach, 455 m | Rhein bei Biblis | Weschnitztal mit Fürth, Rimbach, Mörlenbach, Birkenau, Weinheim |
| Gersprenz | 51 km | Zusammenfluss bei Reichelsheim-Bockenrod | Main bei Stockstadt | Gersprenztal mit Reichelsheim, Fränkisch-Crumbach, Brensbach |
| Elz | 40 km | Bei Oberscheidental, 540 m | Neckar bei Mosbach-Neckarelz | Elztal im Badischen Odenwald |
| Itter | 28 km | Würzberg, 510 m | Neckar bei Eberbach | Ittertal mit Hesseneck und Eberbach |
| Ulfenbach | 29 km | Bei Grasellenbach, 415 m | Über Laxbach in den Neckar bei Hirschhorn | Ulfenbachtal im Überwald |
| Steinach | 22 km | Nördlich von Ober-Abtsteinach | Neckar bei Neckarsteinach | Steinachtal |
| Erf | rund 41 km | Gemeinde Ahorn, Baden-Württemberg | Main bei Bürgstadt | Erfatal; bildet oberhalb Miltenberg die Grenze zum Spessart |
| Mud | 25 km | Westlich von Mudau, 500 m | Main bei Miltenberg | Mudtal mit Amorbach |
Wo der Odenwald auf der Karte liegt
Der Odenwald liegt südlich von Darmstadt und nordöstlich von Heidelberg, zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Im Westen fällt er an der Bergstraße steil in die Rheinebene ab; diese Kante läuft rund 65 Kilometer von Darmstadt-Eberstadt bis Wiesloch. Im Nordosten bildet der Main auf 33 Kilometern zwischen Großwallstadt und Bürgstadt die Grenze zum Spessart, oberhalb von Miltenberg übernimmt der Fluss Erf diese Rolle bis Hardheim. Im Süden durchbricht der Neckar das Gebirge; jenseits des Flusses liegt der Kleine Odenwald. Im Osten geht der Sandstein entlang der Bundesstraße 27 zwischen Walldürn, Buchen und Mosbach in die Muschelkalk-Landschaft des Baulands über.
Mit rund 2.500 Quadratkilometern ist der Odenwald etwa so groß wie das Saarland. Er gehört zu drei Bundesländern: Der größte Teil liegt in Hessen, der Süden in Baden-Württemberg und der Nordosten in Bayern. Eine kurze Antwort auf die Frage steht auch auf der Seite Wo liegt der Odenwald?.
Hessischer Odenwald: Mümlingtal, Vorderer Odenwald und Überwald
Der hessische Teil umfasst den kompletten Odenwaldkreis, den östlichen Kreis Bergstraße und den Südrand des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Der Odenwaldkreis mit 624 Quadratkilometern und rund 93.000 Einwohnern ist der einzige Landkreis, der ganz im Odenwald liegt; Kreisstadt ist Erbach, die Mümling seine Lebensader. Im Kreis Bergstraße liegen der Vordere Odenwald mit Lindenfels, Lautertal und dem Felsenmeer sowie der Überwald mit Wald-Michelbach, Grasellenbach und Abtsteinach. Ganz im Norden reichen Modautal, Fischbachtal und Otzberg bis an den Rand von Darmstadt.
Für die Tourismuswerbung arbeiten die hessischen Kommunen mit der Odenwald Tourismus GmbH in Michelstadt, die sechs Regionen bewirbt: Bergstraße, Vorderer Odenwald, Munteres Mümlingtal, Neckartal, Darmstadt-Dieburg und Bayerischer Odenwald. Was der Vordere Odenwald ausmacht, erklärt der Guide zum Vorderen Odenwald; die Orte im Mümlingtal findest du bei Michelstadt, Erbach, Bad König und Höchst.
Badischer Odenwald: Neckartal, Winterhauch und Bauland-Rand
Südlich der Landesgrenze beginnt der Badische Odenwald. Der Neckar-Odenwald-Kreis mit Kreisstadt Mosbach vereint drei Landschaften: den bewaldeten Sandstein-Odenwald um Katzenbuckel und Winterhauch, das Neckartal und das offene Bauland um Buchen, Walldürn, Adelsheim und Osterburken. Der Rhein-Neckar-Kreis steuert das untere Neckartal mit Neckargemünd, Neckarsteinach und Hirschhorn, den Kleinen Odenwald und die badische Bergstraße von Weinheim bis Heidelberg bei. Eberbach mit seinen Neckarsteig-Etappen liegt genau an der Nahtstelle beider Kreise.
Zuständig für die Werbung ist die Touristikgemeinschaft Odenwald in Mosbach. Ihre Themen sind Neckarsteig, Odenwald-Madonnen-Radweg und Römerpfade. Die Burgen am Fluss stellt der Guide Burgen und Schlösser im Neckartal vor, den Ausgangspunkt Mosbach die Stadtseite Mosbach.
Bayerischer Odenwald: fränkisch geprägt am Main
Der bayerische Anteil ist der kleinste, aber der eigenständigste. Er liegt im Landkreis Miltenberg südlich und westlich des Mains; nordöstlich des Flusses beginnt der Spessart. Amorbach ist die einzige Stadt, die nicht im Maintal liegt, und zugleich Sitz der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Odenwald, der auch Kirchzell, Schneeberg, Weilbach, Laudenbach und Rüdenau angehören. Miltenberg und Bürgstadt liegen am Odenwald-Ufer des Mains. Der Kolli bei Kirchzell ist mit 547 Metern der höchste Punkt.
Der Charakter ist fränkisch: Bildstöcke am Wegrand, Zwiebeltürme, Buntsandstein-Fachwerk, Brauereien und Brennereien. Sehenswert sind die Fürstliche Abtei Amorbach, das Templerhaus, die Burg Wildenberg bei Kirchzell, auf der Wolfram von Eschenbach am Parzival geschrieben haben soll, und die Altstadt von Miltenberg mit der Mildenburg. Die Feste der Gegend stehen im Guide zur Michaelismesse Miltenberg.
Kleiner Odenwald: der Süden jenseits des Neckars
Der Kleine Odenwald ist kein Verkleinerungsname, sondern eine eigene Landschaft: der bis 570 Meter hohe Teil des Gebirges südlich des Neckars zwischen Heidelberg, Neckargemünd, Eberbach und dem Kraichgau. Der Fluss trennt ihn vom Hauptkamm; nach Süden geht der Buntsandstein bei Reichartshausen, Waibstadt und Eschelbronn in den Muschelkalk des Kraichgaus über. Dazu gehören Bammental, Gaiberg, Wiesenbach, Lobbach, Schönbrunn, Neunkirchen, Aglasterhausen und Schwarzach; Meckesheim, Neckarbischofsheim und Waibstadt liegen am Südrand.
Höchster Punkt ist der Königstuhl über Heidelberg, erreichbar mit der Bergbahn vom Schloss. Vom Dilsberg, einer Bergfeste über dem Neckar, blickt man über den ganzen Kleinen Odenwald. Der Neckarsteig beginnt am Heidelberger Schloss und führt in seiner zweiten Etappe über den Dilsberg nach Neckarsteinach; Details stehen im Guide Neckarsteig: neun Etappen. Was Heidelberg mit dem Odenwald zu tun hat, klärt die Seite Ist Heidelberg im Odenwald?.
Vorderer und Hinterer Odenwald: die geologische Grenze
Die wichtigste Linie auf der Odenwald-Karte ist keine Landesgrenze, sondern der Wegscheidekamm, der von Mossautal über das Lärmfeuer nach Süden zieht. Westlich davon liegt der Vordere oder Kristalline Odenwald, rund 590 Quadratkilometer aus Granit, Gneis, Diorit und Gabbro, die vor rund 340 Millionen Jahren tief in der Erdkruste entstanden. Seine Kuppen heißen Melibokus, Felsberg, Neunkircher Höhe, Krehberg und Tromm; das Felsenmeer ist sein bekanntestes Geotop.
Östlich des Kamms beginnt der Hintere oder Buntsandstein-Odenwald mit rund 1.800 Quadratkilometern. Seine roten Sandsteinhochflächen sind vor rund 250 Millionen Jahren aus Flussablagerungen entstanden; Bäche haben sie zu Schluchten wie der Wolfsschlucht und der Margarethenschlucht eingeschnitten. Der Katzenbuckel ist ein junger Vulkan mitten im Sandstein. Warum der Odenwald so aufgebaut ist und wo du die Geologie sehen kannst, erklärt der Guide zum Geopark Odenwald.
Welche Karte du für den Odenwald brauchst
Kostenlos und amtlich sind die topografischen Karten der Landesvermessung: Das Geoportal Hessen zeigt die Digitale Topographische Karte 1:25.000 samt historischen Blättern seit 1900, das Geoportal Baden-Württemberg die Topographische Freizeitkarte 1:25.000 mit Wanderwegen. Für die Tourenplanung reicht meist OpenStreetMap, in dem die Wege des Odenwaldklubs erfasst sind; GPX-Tracks für über 1.000 Rundwege bietet der Geo-Naturpark kostenlos an.
Gedruckt sind die 21 Wanderkarten im Maßstab 1:20.000 die Referenz. Geo-Naturpark, Naturpark Neckartal-Odenwald und Odenwaldklub geben sie gemeinsam heraus; sie kosten sieben bis neun Euro pro Blatt und zeigen alle Geopunkte. Wer den ganzen Odenwald auf einer Karte will, nimmt das Kompass-Set 827 im Maßstab 1:50.000 oder die Rad- und Wanderkarten von Publicpress in Nord und Süd. Wie du Karten, GPX und Wegmarkierungen in der Praxis kombinierst, steht im Guide Wandern im Odenwald.
